Perspektive-Gedenkveranstaltung: Bewegende Zugreise mit Erich Kästner
MAUTHAUSEN. Eine szenische Lesung mit einer virtuosen musikalischen Begleitung erlebten die Besucher der perspektive-Gedenkveranstaltung zur Mühlviertler Menschenhatz im Donausaal Mauthausen.

Schauspieler Charly Rabanserführt eine Art Monotheaterstück über eine Zugreise von Erich Kästner auf, in dem sich der Autor mit einem Jungen unterhält und sich im Gespräch an zahlreiche Begebenheiten aus seinem Leben erinnert. Angefangen vom Ersten Weltkrieg über die Zwischenkriegszeit bis zum Zweiten Weltkrieg. Kästner erzählt dem Gegenüber aus „entmenschten“ Zeiten, die man sich gar nicht mehr vorstellen möchte, in berührender Form. Untermalt wird diese Erzählung von der grandiosen Band Zelinski. Im Mittelpunkt steht der Mensch in den Geschichten und der Kreis schließt sich mit dem unvergesslichen Zitat: „Man darf nicht warten, bis ein Schneeball zu Lawine wird“. Ein Programm, das betroffen macht, aber auch ermutigt, gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu hinterfragen und auch zu bekämpfen.


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