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ARBING. Ein Spendenaufruf hat in den vergangenen Wochen in der 1.550-Einwohner-Gemeinde Arbing ein kaum für möglich gehaltenes Echo ausgelöst. Fast 13.000 Euro wurden gesammelt, um Opfern des verheerenden Erdbebens im Grenzgebiet von Syrien und der Türkei einen menschenwürdigen Neustart zu ermöglichen. Am Ostersonntag überreichte ein Team der Pfarre Arbing den Betrag symbolisch an Helga und Martin Buran, die enge Verwandte im Katastrophengebiet haben.

Spendenübergabe an Martin und Helga Buran am Ostersonntag vor der Kirche (Foto: Sylvia Schwab)
Spendenübergabe an Martin und Helga Buran am Ostersonntag vor der Kirche (Foto: Sylvia Schwab)

Das Ehepaar Buran lebt seit knapp zwei Jahrzehnten in Arbing. Ihre Vornamen waren damals noch Ekrem und Neslihan. Mit dem Übertritt zum katholischen Glauben haben sie neue Taufnamen angenommen. Was die Familie aber schon bei ihrer Ankunft in Arbing auszeichnete, war der Wille, sich im Ort zu integrieren und in der Gesellschaft ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen. „Die beiden sind ein ausgesprochen herzliches und hilfsbereites Ehepaar. Auch die Kinder haben eine solide Ausbildung und werden in Österreich ihren Weg machen“, sagt der Obmann des Arbinger Pfarrgemeinderats Josef Hiesböck. Diese Verbundenheit der Familie mit den Menschen in Arbing hat sich nun in der Spendenbereitschaft widergespiegelt.

Wohncontainer für Familien

Denn Helga und Martin Buran haben Familienangehörige in der vom Erdbeben zerstörten Stadt Malatya in Anatolien. „Martin hat versucht, vor Ort zu helfen, aber die Stadt ist abgeriegelt. Unter anderem wegen der akuten Seuchengefahr, weil viele Leichen unter den zerstörten Häusern liegen und eine Rattenplage eingesetzt hat“, schildert Hiesböck. Viele Menschen leben provisorisch in der Lagerhalle der örtlichen Marillentrocknungsanlage. In Gesprächen mit der Familie Buran kam zutage, dass ein Wohncontainer für eine Familie 6500 Euro kosten würde. So kam die Idee auf, in Arbing um Spenden für die Anschaffung eines Containers – oder zumindest eines Teils davon - zu bitten.

 Neues Heim für Obdachlose

Die Spendenbereitschaft der Arbinger übertraf diese Hoffnung aber bereits nach wenigen Tagen bei weitem. Am Ende sind es fast 13.000 Euro geworden, mit denen den Verwandten von Helga und Martin Buran geholfen werden kann. Die Summe wird nun auf dem Bankweg nach Malatya überwiesen. Sobald die durch das Erdbeben obdachlos gewordenen Familien ihr neues Heim bezogen haben, werden die Arbinger vom Organisationsteam der Spendeninitiative informiert und auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht.


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