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Ausstellungen zum Jubiläumsfest: Ried zeigt her, was es zu bieten hat

Leserartikel Gerlinde Riegler-Aspelmayr, 13.06.2023 12:45

RIED/RIEDMARK. Ganz Ried wird bei der 1.200-Jahr-Feier (Tips berichtete) am 25. Juni auf den Beinen sein. Doch schon eine Woche vor dem großen Fest zeigt man in der Gemeinde alles her, was es hier an Interessantem und Sehenswertem gibt. Mehrere Ausstellungen werden schon am 18. Juni eröffnet. Auch ein spannender Vortrag zur Rieder Geschichte wird geboten.

  1 / 3   Bürgermeister Tauschek und Pfarrer Leitner mit der Urkunde, in der der Ort Ried erstmals erwähnt wurde. (Foto: Gemeinde)

Viele Vereine und Institutionen bringen sich mit großem Engagement ein. Besonders für Robert Klausberger vom Kulturverein war es eine Ehrensache, eine interessante Ausstellung zusammenzustellen. Seit Monaten befassen sich er und seine Vereinskollegen mit Rieder Raritäten und genau diesen Titel gab man auch der Ausstellung im Pfarrsaal.

Besucher dürfen sich auf eine interessante Zeitreise freuen. Zu sehen sein werden etwa alte und teilweise in Vergessenheit geratene Gebrauchsgegenstände aus Küche und Haushalt. Auch ein „Herrgottswinkel“ – wie er früher in jedem christlichen Haus zu finden war – wird aufgebaut werden. Dem Thema „Wie der Strom nach Ried kam“ widmet sich eine eigene Ausstellung, die gemeinsam mit der Linz AG umgesetzt wird. In Bildern und Erklärungen werden die historischen Zusammenhänge rund um Rieds Elektrifizierung erläutert. Eine besondere Rolle wird dabei der unter Denkmalschutz stehende Transformator spielen, der als stummer Zeuge seit 101 Jahren darauf hinweist, wann und wie der Strom nach Ried kam.

Interessantes wird es weiters auch über die Bahnverbindungen der früheren Zeit zu erfahren geben. So weiß von der jüngeren Generation heute etwa kaum noch jemand, dass es in Zirking und Hartl eigene Zughaltestellen gab.

Sakrale Kostbarkeiten

„Sakrale Kunst“ lautet der Titel einer Sonderschau, die Pfarrer Engelbert Leitner und sein Team von der Pfarre Ried zusammenstellen werden. Interessierte können im Pfarrhof sakrale Antiquariate besichtigen, die in dieser Form noch nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Ein besonderer historischer Schatz ist etwa die erste lateinische Studienausgabe der Bibel (samt handgeschriebenem Schummelzettel eines Studenten) aus dem Jahr 1524.

Von großem kulturellem Wert ist auch die erste deutsche Gesamtausgabe der Schriften der Heiligen Theresia von Avila aus 1649. „Solche besonderen Exponate kann man sonst nur in großen Stiften finden“, unterstreicht Pfarrer Leitner die Bedeutung der zahlreichen Ausstellungsstücke (darunter auch edle Messgewänder und Bilder). Auch eine originalgetreue Kopie des sogenannten „Remigiuskelches“, aus dem französische Könige bei der Krönung tranken, ist zu sehen. Herzstück der Ausstellung wird die Festurkunde sein, in der der Ort Ried erstmals erwähnt wurde.

Den Titel „Ried einst und jetzt“ trägt eine interessante Fotoausstellung im Pfarrheim, die Nicole Keplinger zusammenstellt. Die Besucher dürfen sich auf spannende Gegenüberstellungen von damals und heute freuen.

Vertreten ist natürlich auch die Rieder Goldhaubengruppe, die im Pfarrsaal ihre Schätze und die Besonderheiten dieses im ländlichen Raum wichtigen Brauchtums zeigt.

Öffnungszeiten

Alle Ausstellungen werden am 18. Juni um 9 Uhr eröffnet und sind vormittags zu besichtigen.

Am 24. Juni sind sie nachmittags geöffnet und am 25. Juni – dem großen Festtag – ganztägig zugänglich.

Robert Klausberger möchte Schulen, Pensionistengruppen und anderen Interessierten aber bis 2. Juli (vormittags geöffnet) auch an Wochentagen und außerhalb der Besuchszeiten die Möglichkeit zur Besichtigung geben. Eine Anfrage ist unter 07235 88259 möglich.

Geschichtsvortrag

Geschichtsinteressierten sei auch ein Vortrag mit dem Titel „Von Reoda zu Ried: Rückblick auf 1.200 Jahre Geschichte“ des Historikers Andreas Peterseil am 20. Juni um 20 Uhr in der Musikschule Ried ans Herz gelegt.


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