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RIED/RIEDMARK. Ganz Ried wird beim 1.200-Jahr-Fest am bevorstehenden Wochenende auf den Beinen sein. Schon dieser Tage nutzen zahlreiche Rieder Schulklassen die einzigartige Gelegenheit, einige der eigens für das Jubiläum konzipierten Ausstellungen zu besichtigen und sich somit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit der Marktgemeinde zu begeben.

Der "Donnerer" kam früher bei besonderen Anlässen zum Einsatz. (Foto: Gerlinde Riegler-Aspelmayr)
  1 / 6   Der "Donnerer" kam früher bei besonderen Anlässen zum Einsatz. (Foto: Gerlinde Riegler-Aspelmayr)

Robert Klausberger vom Rieder Kulturverein hat derzeit alle Hände voll zu tun. Gleich sieben Schulklassen haben sich für die Ausstellung „Rieder Raritäten“ im Pfarrsaal angemeldet. Trotz schweißtreibender Temperaturen zeigt er jedoch keine Anzeichen von Schwäche und Müdigkeit. Im Gegenteil. Wenn es um die Geschichte von Ried geht, läuft der rüstige Pensionist zur Höchstform auf.

Die Exponate, die er und sein Team zusammengestellt haben, sind so umfangreich, dass man nicht fertig werden würde, wollte man alle aufzählen. Allen ist eines gemeinsam: Sie haben etwas mit der Vergangenheit von Ried und den Menschen, die hier leben und lebten, zu tun. Daher befindet sich ein uraltes Telefon sowie eines der ersten Fernsehgeräte, die es im Ort gab, ebenso in dem Sammelsurium an Exponaten wie etwa ein Sessel aus dem Schloss Grünau oder ein alter Rieder „Sautrog“. Die Ausstellungsstücke sind den jeweiligen unterschiedlichen Themengebieten zugeordnet.

Thema: Wie der Strom nach Ried kam

Interessant sind auch viele alte Postkarten und Bilder, die Rieder Bürger beziehungsweise deren Vorfahren zeigen. Besucher der Ausstellung erfahren weiters Wissenswertes über die früheren Handels- und Transportwege sowie darüber, wie der Strom nach Ried kam. Interessantes gibt es auch über das ehemalige Schloss Obenberg sowie über den Salzhandel, der Ried früher zu einer reichen Gemeinde machte, zu entdecken.

„Donnerer“ hat am Sonntag seinen großen Einsatz

Herzstück ist der sogenannte „Donnerer“. Das historische Gerät macht – wie der Name schon vermuten lässt – viel Krawall und kam früher bei besonderen Anlässen zum Einsatz. Richard Wahl hat ihn eigens renoviert. Wenn der „Donnerer“ am Sonntag beim großen Jubiläumsfest zehn Schüsse abgibt, werden alle Augen auf ihn gerichtet sein. Vorerst steht er noch im Pfarrsaal, wo sich die Schülerinnen und Schüler fragen, was das denn wohl für ein ungewöhnliches Gerät sei. Zum Glück gibt es ja Herrn Klausberger, der sich über Fragen der Jugend freut und auf alle auch die passende Antwort hat.


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