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Wo auch an den Weihnachtstagen in Ruhe regional eingekauft werden kann

Leserartikel Gerlinde Riegler-Aspelmayr, 12.12.2023 07:55

RIED/RIEDMARK. Im Oktober feierte der Rieder Regionalladen „Marktplatzl“ seinen zweiten Geburtstag. Vor allem vor Weihnachten wird das Geschäft, das von einem ehrenamtlichen Team geleitet wird, gerne für Last-Minute-Geschenkeinkäufe genutzt. Der Selbstbedienungsladen ist an sieben Tagen die Woche offen.

  1 / 9   Romana Peterseil sorgt mit ihrem ehrenamtlichen Team dafür, dass im "Marktplatzl" alles an der richtigen Stelle ist. (Foto: Riegler-Aspelmayr)

Wenn Romana Peterseil durch das „Marktplatzl“ geht, merkt man, dass dieses Geschäft mehr für sie ist als ein Verkaufsladen. Liebevoll rückt sie Produkte zurecht. Jedes Detail in der Präsentation der Waren ihrer Lieferanten soll stimmen. Nichts scheint ihrem wachsamen Blick zu entgehen.

Vor zwei Jahren hatte die Rieder Landwirtin mit engagierten Mitgliedern des Vereins zur Förderung der regionalen Vermarktung das „Marktplatzl“ eröffnet – ausgestattet mit einer großen Portion Tatendrang, Mut und Zuversicht.

Nun kann sie mit Stolz sagen: Die vielen ehrenamtlichen Stunden an Arbeit, die ihr Team und sie in dieses Projekt gesteckt haben, haben sich ausgezahlt. Das Konzept wurde gut angenommen. Gestartet hatte man mit 20 Lieferanten – nun sind es bereits 50 Bauern, Direktvermarkter, Handwerker und Produzenten aus der Region, die ihre Produkte im Rieder „Marktplatzl“, das sich direkt in der örtlichen Raiffeisenbank befindet, anbieten.

Flexible Einkaufsmöglichkeit

Anfangs sei die Tatsache, dass es keine Bedienung gibt und die Kunden die Waren selbst einscannen müssen, von manchen kritisch gesehen worden. Mittlerweile habe sich genau dieser Punkt – also die Möglichkeit des zeitlich flexiblen Einkaufs an sieben Tagen die Woche zwischen 5 Uhr früh und Mitternacht – als größter Kundenmagnet entpuppt. „Wir merken, dass besonders abends und an den Wochenenden viel los ist“, sagt Peterseil. In der stressigen Vorweihnachtszeit nutzten in den letzten beiden Jahren viele Kunden die Chance, in ruhiger Atmosphäre selbst gemachte Produkte zu erstehen, die es anderswo nicht gibt.

Geschenk-Einkauf noch in letzter Minute

Sogar am Heiligen Abend werde von „Last-Minute-Shoppern“ noch gerne eingekauft. „Im Vorjahr habe ich vor der Christmette nochmal kurz im Geschäft vorbeigeschaut – selbst um diese späte Zeit hat ein Herr noch ein Geschenk besorgt“, erinnert sich Peterseil mit einem Schmunzeln. Das Sortiment des Ladens reicht von vielen verschiedenen Lebensmitteln, Tees, Gewürzen, Kräutern, Spirituosen und Seifen über handgemachte Babykleidung, kunstvolle Karten und Dekoartikel bis zu Kreationen aus Holz, floralen Gestecken und vielem mehr. Vor Weihnachten gibt es immer einen besonderen Schwerpunkt an Geschenkartikeln. Auch handgemachter Schmuck und sogar Eisstöcke können erworben werden.

Geschenkkörbe und Gutscheine

„Auf Wunsch machen wir auch Geschenkkörbe. Die Kunden können sich diese natürlich jederzeit auch selbst zusammenstellen. Und selbstverständlich gibt es auch Einkaufsgutscheine bei uns“, so Peterseil.

Besonders freut sie, dass sich viele Lieferanten in der Adventszeit neue Kreationen einfallen lassen: „Somit wird es für Kunden nie langweilig und es gibt immer etwas ganz Neues zu entdecken.“

Sie selbst verschenkt seit Langem mit Vorliebe regionale Produkte. „In der heutigen Zeit, in der es so einen Überfluss an Waren und Produkten gibt, hat etwas Selbstgemachtes einen ganz anderen Wert als etwas aus industrieller Herstellung“, ist die Riederin überzeugt.


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