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MAUTHAUSEN/GUSEN. Heuer jährt sich der Tag der Befreiung der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen am 5. Mai 1945 zum 79. Mal. Am 4. Mai wird es eine gemeinsame Gedenkveranstaltung der Gedenkstätten in Gusen geben.

Gedenkveranstaltung in Gusen (Foto: Markus Hechenberger)
Gedenkveranstaltung in Gusen (Foto: Markus Hechenberger)

Bereits am 2. Mai findet an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ab 15.30 Uhr ein gemeinsamer Gedenkakt unter dem Titel „Die Vielfalt des Gedenkens“ statt. Dieser soll unterschiedliche Formen des Gedenkens aufzeigen. Bei einem gemeinsamen Rundgang werden unterschiedliche Gedenkorte an der Gedenkstätte besucht.

Das Gedenkdienstkomitee Gusen und die KZ-Gedenkstätte Mauthausen haben sich entschlossen, noch enger zusammenzuarbeiten und die Gedenkfeiern in Gusen ab sofort gemeinsam zu organisieren.

Die alljährliche Gedenkveranstaltung wird nun jedes Jahr rund um den Jahrestag der Befreiung auf dem neu angekauften Areal in Gusen ausgerichtet werden. Heuer findet diese am Samstag, 4. Mai statt. Treffpunkt ist um 17 Uhr am ehemaligen Appellplatz in Gusen, wo unterschiedliche regionale, nationale und internationale Vertreter Statements zur Zukunft des Gedenkens in Gusen sprechen werden. Anschließend findet ein gemeinsamer Gedenkzug vom Appellplatz zum Memorial statt. Parkmöglichkeiten gibt es auf der Wiese direkt neben dem Memorial.

#echnamematters

Zum vierten Mal präsentiert die KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 3. und 4. Mai in Kooperation mit Ars Electronica die Licht- und Klanginstallation #eachnamematters. Bei dieser werden die Namen von Opfern des KZ-Systems Mauthausen-Gusen projiziert und verlesen. Auf diesem Wege soll verdeutlicht werden, wer die 90.000 Toten waren, die dort ihr Leben ließen, und dass hinter der unvorstellbaren Zahl die Einzelschicksale von Menschen verschiedener Herkunft stehen.

In den vergangenen Jahren fand #eachnamematters in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen bzw. auf Arealen des ehemaligen KZ Gusen statt – 2022 am Memorial de Gusen in Langenstein und 2023 vor dem Stollensystem „Bergkristall“ in St. Georgen. Heuer soll das Gedenken in den urbanen Raum getragen werden. Die Namen werden daher an die Linzer Brückenkopfgebäude, die ebenfalls ihre Ursprünge in der NS-Zeit haben, projiziert. Vermittler*innen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sind vor Ort, um den Zuschauer*innen die Hintergründe des Projektes näherzubringen. Die Kunstuniversität Linz, die ihren Sitz in den Brückenkopfgebäuden hat und sich schon lange mit der Aufarbeitung der Geschichte des Bauwerks befasst, konnte als weitere Kooperationspartnerin gewonnen werden. Die Fensterrahmen, Teil der Installation Essay on Symmetry, werden von der Abteilung Künstlerische Praxis der Kunstuniversität zur Verfügung gestellt.

Teil des Projekts #eachnamematters ist auch eine Social-Media-Aktion. Dabei sind alle Menschen aufgerufen, rund um den 5. Mai ihre Erinnerungen, Gedanken und Eindrücke zu Opferbiografien unter dem Hashtag “#eachnamematters“ auf Social Media zu teilen. Im digitalen „Raum der Namen“ kann unter raumdernamen.mauthausen-memorial.org nach einer Biografie (Vorname und/oder Nachname im Suchfeld eingeben) gesucht werden. Die ausgewählte Biografie, gerne auch mit persönlichen Worten und Gedanken, soll dann unter dem Hashtag #eachnamematters gepostet werden.

Die Projektionen #eachnamematters am Linzer Hauptplatz beginnen am 3. und 4. Mai jeweils um 20.30 Uhr und dauern bis Mitternacht an.

 


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