Waldbrand: 400 Einsatzkräfte übten den Ernstfall
WALDHAUSEN / ST. NIKOLA. Waldbrände nehmen aufgrund des Klimawandels immer mehr zu und stellen Feuerwehren und Rettungskräfte vor neue Herausforderungen. Heute wurde im Großraum Waldhausen / St. Nikola eine Übung noch nie da gewesenen Ausmaßes abgehalten. 400 Einsatzkräfte probten den Ernstfall. Auch Hubschrauber des Bundesheeres und der Polizei waren im Einsatz.

Jeden Sommer aufs Neue schockieren Horrorbilder von brennenden Waldgebieten in Südeuropa die Menschen. Durch die enorme Hitze und Trockenheit kam es auch in Österreich in den vergangenen Jahren immer wieder zu Waldbränden. Eine achtlos weggeworfene Zigarette oder ein Lagerfeuer kann schnell eine Katastrophe auslösen. Da ist es wichtig, dass im Ernstfall alle Zahnräder der Einsatzkräfte perfekt ineinandergreifen.
Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei, Bundesheer, Rettungshundebrigade
Genau dies übten heute 400 Einsatzkräfte in einer vom Bezirksfeuerwehrkommando Perg hervorragend organisierten Großübung. Im Einsatz waren neben Feuerwehrleuten aus Ober- und Niederösterreich auch das Rote Kreuz, die Polizei, das Bundesheer sowie die österreichische Rettungshundebrigade.
Zwei Szenarien wurden simuliert
Simuliert wurden zwei Szenarien: Im ersten Fall wurde angenommen, dass durch eine weggeworfene Zigarette im steilen Gelände ein Waldbrand ausgelöst wurde. In weiterer Folge waren in dem Übungsszenario drei Verletzte und ein Schwerverletzter zu bergen.
In der zweiten Übung wurde ein Brand infolge eines illegalen Lagerfeuers bei einem Forsthaus simuliert, der auf einen angrenzenden Wald übergriff. Laut Annahme liefen die Brandverursacher vor Schreck in den Wald, verirrten sich dort und mussten u. a. von Rettungshunden gesucht werden.
Löschwasser aus Badesee Waldhausen und Donau
Für die Übungen wurde Rauch mit Nebelmaschinen vorgetäuscht. Das Fliegen unter Sichtbeeinträchtigung durch Rauch zu trainieren, war auch für die Piloten des Bundesheeres und der Polizei ein wichtiges Übungsziel. Löschwasser wurde vom Badesee Waldhausen und der Donau zu den Einsatzorten transportiert.
Das Gebiet St. Nikola-Waldhausen-Dimbach war ausgewählt worden, weil es sich um das größte zusammenhängende Waldgebiet der Region handelt und hier auch gut die Zusammenarbeit mit Einsatzkräften aus Niederösterreich geübt werden konnte.
Voller Einsatz bei schweißtreibenden Temperaturen
Bei schweißtreibenden Temperaturen zeigten alle Mitwirkenden vollen Einsatz. „Solche Übungen sind für uns von sehr großem Wert, damit bei einem echten Notfall alle Handgriffe sitzen“, sagte Einsatzleiter und Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Stephan Prinz.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden