Fußballrunde Pergkirchen gewinnt Wette und zeigt großes Herz
PERG. Dank oder besser trotz einer verlorenen Wette konnte Johann Kirchner aus Perg, Vorsitzender der Organisation Sei So Frei OÖ, 17 Holzsparöfen für bitterarme Familien in Guatemala finanzieren.

Eine riskante Wette ging Johann Kirchner, Vorsitzender der Organisation Sei So Frei OÖ, vor einigen Monaten bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 ein. Voller Euphorie setzte der Perger auf die Österreichische Nationalmannschaft: „Österreich wird Europameister!“ Seine Freunde aus der Hobbyfußballrunde Pergkirchen schauten ihn damals nur ungläubig an.
Die Wette
Doch Kirchner blieb dabei und schlug eine Wette vor: Wenn Österreich die EM gewinnen würde, müsse die Fußballrunde 20 Holzsparöfen für ebenso viele Familien in Guatemala, die von Sei So Frei errichtet würden, finanzieren. Ein solcher Ofen kostet rund 650 Euro. Würde aber Kirchner seine Wette verlieren, so lautete der Deal, müsse er alle Fußballkollegen ins Schweizerhaus im Wiener Prater einladen.
Wettschuld eingelöst
Nachdem es leider für Österreich nicht für den Europameistertitel gereicht hat, verlor Kirchner seine Wette und löste seine Wettschuld auch bald ein. Doch seine Fußballrunde hatte nach dem gemeinsamen Essen im Schweizerhaus eine Überraschung für ihn parat: „Sie meinten, dass sie trotz gewonnener Wette die Holzsparöfen finanzieren würden. Nun bekommen 17 Familien in Guatemala eine rauchfreie Küche. So kann man eine Wette ruhig verlieren!“, freut sich Johann Kirchner.
17 Holzsparöfen bereits errichtet
Die 17 Holzsparöfen wurden mittlerweile sogar schon von Sei So Frei OÖ im Dorf „Las Joyas“ in Guatemala errichtet und am 6. September feierlich eröffnet.
Seit zehn Jahren sorgt die oberösterreichische NGO in Zusammenarbeit mit der guatemaltekischen Organisation ADICO unter der Leitung von Romero-Preisträgerin Mayra Orellana im Hochland von Guatemala für mehr Gesundheit dank rauchfreier Küchen. Mehr als 2.400 Öfen in 31 Dörfern wurden bisher in den einfachen Behausungen, in denen die indigenen Familien wohnen, gebaut.
Durch den deutlich geringeren Brennholzverbrauch sparen sich die bitterarmen Mayafamilien viel Zeit und Geld gegenüber dem Kochen auf offenem Feuer und schonen gleichzeitig die kargen Wälder. Die Nachfrage der Bevölkerung ist groß, ein Ofen kostet rund 650 Euro.


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