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Klaus Maria Brandauer füllt Donausaal bei Gedenkveranstaltung der perspektive mauthausen

Mag. Claudia Greindl, 15.02.2026 22:45

MAUTHAUSEN. Die diesjährige Gedenkveranstaltung der perspektive mauthausen zur sogenannten „Mühlviertler Hasenjagd“ sprengte das Fassungsvermögen des Donausaals. Weltstar Klaus Maria Brandauer war zu Gast, um zu lesen.

Stehende Ovationen gab es für Klaus Maria Brandauer (l.), der bei der Lesung von der Cellistin Maria Magdalena Wiesmaier begleitet wurde. Mitte: Walter Hofstätter, Vorsitzender der perspektive mauthausen. (Foto: Ralf Punkenhofer)

Seit 22 Jahren erinnert die perspektive mauthausen mit dieser Veranstaltung an den Ausbruch von rund 500 Häftlingen aus dem Konzentrationslager Mauthausen. Auch an die  Ereignisse in der Nacht von 1. auf 2. Februar 1945 in Mauthausen und den Nachbargemeinden bei der Hetze auf die geflohenen Häftlinge wird gedacht. Nur bei elf der Entflohenen ist bekannt, dass sie überlebt haben.

Überlebt wegen des Mutes Weniger

Sie haben überlebt, weil ihnen mutige Menschen wie die Familie Langthaler oder die Familie Mascherbauer geholfen haben. „Mit den Tätern haben wir uns nur wenig beschäftigt“, meint Walter Hofstätter, Vorsitzender der perspektive mauthausen. Gemeinsam mit Klaus Maria Brandauer hat sich die perspektive daher dieses schwierigen Themas angenommen.

Gewöhnliche Menschen als Täter

Die von dem weltberühmten Schauspieler und Regisseur gelesenen Texte beleuchteten unter anderem, dass die Täter „gewöhnliche“ Mitglieder der Gesellschaft waren und warum das für unsere Gegenwart so relevant bleibt. Geschichte zeigt: Entmenschlichung, Gehorsam, Propaganda und Wegsehen bereiteten den Boden für Gewalt.

Ergriffenheit auf beiden Seiten

Musikalisch begleitet wurde Brandauer von der herausragenden Cellistin Maria Magdalena Wiesmaier, die dazu extra aus Berlin angereist ist. Sie meinte: „Es ist wichtig, was ihr da macht“. Ergriffen waren nicht nur die vielen Besucher, sondern auch Brandauer der sich im übervollen Donausaal unter stehendem Applaus mit den Worten verabschiedete: „Danke, dass ich hier sein durfte. Schön, dass wir zusammengekommen sind.“


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