Neues MRT- und CT-Zentrum in Perg soll im Sommer 2026 los starten
PERG. Am Fuchsenweg 3, im Ärztezentrum in Perg, entsteht ein Zentrum für Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT). Die beiden Radiologen Martin Wurm und Christoph Buchberger realisieren das Projekt gemeinsam (Tips berichtete). Ab Sommer 2026 sollen Patienten aus dem Bezirk Perg von deutlich kürzeren Wegen profitieren. Terminvereinbarungen sind bereits ab Juli 2026 möglich.
Das neue MRT-System kommt nahezu ohne Helium aus und reduziert dadurch Ressourcen- und Energiebedarf deutlich. Es zählt zu den ersten heliumarmen MRT-Systemen in Oberösterreich und verfügt über eine KI-gestützte Bildoptimierung, die die Bildqualität automatisiert verbessert. Dadurch werden eine höhere Bildqualität und kürzere Untersuchungszeiten möglich – ein Vorteil insbesondere für Kinder sowie für Patienten mit Platzangst.
Mit der Erweiterung um ein CT wird das diagnostische Angebot zusätzlich gestärkt: Künftig können in Perg sowohl MRT- als auch CT-Untersuchungen wohnortnah durchgeführt werden. Ein wichtiger Schritt, um die Versorgungsqualität im Bezirk nachhaltig zu verbessern.
Sachliche Einordnung zur Kassenfrage
Der neue Standort Fuchsenweg 3 liegt direkt an der B3 und ist gut erreichbar. Auch die Nähe zu Kassenärzten wurde bewusst gewählt, um eine möglichst niederschwellige Versorgung zu unterstützen und einer Zwei-Klassen-Medizin entgegenzutreten. „Wir würden gerne zu 100 Prozent MRT-Untersuchungen als Kassenleistungen anbieten, doch die Entscheidung liegt nicht bei uns, sondern bei der Politik und den Kassen“, betont Radiologe Martin Wurm. „Bei einer teilweisen Rückerstattung durch die Kassen – etwa für 500 Untersuchungen pro Jahr für Akutfälle – wäre eine spürbare Verbesserung für die Perger erreichbar. Zum Vergleich: Ein MRT-Kasseninstitut verrechnet je nach MRT-Gerät pro Jahr bis zu 10.000 Untersuchungen mit der Krankenkasse.“
Nähere Informationen: www.mr-perg.at
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