Erbhöfe in Oberösterreich: Drei Traditionsbetriebe aus Gmunden und Vöcklabruck ausgezeichnet
GMUNDEN/VÖCKLABRUCK. Gesamt 21 Höfe in Oberösterreich, seit Jahrhunderten in Familienhand, wurden zu Erbhöfen erhoben. Drei ausgezeichnete Betriebe liegen im Salzkammergut.
Insgesamt 21 landwirtschaftliche Familienbetriebe in Oberösterreich tragen ab sofort den Ehrentitel „Erbhof“. Mit der Auszeichnung würdigt das Land Betriebe, die seit mindestens 200 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet werden. Auch drei Höfe aus dem Salzkammergut – in den Bezirken Gmunden und Vöcklabruck – zählen zu den Geehrten.
Starke Wurzeln und große Verantwortung
Bei einer Feier im Linzer Landhaus betonten Landeshauptmann Thomas Stelzer und Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger die Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe für Gesellschaft, Umwelt und regionale Versorgung. Erbhöfe stünden für Zusammenhalt, Wissenstransfer über Generationen und nachhaltiges Wirtschaften. Gleichzeitig sichere die Landwirtschaft mit einer Brutto-Wertschöpfung von rund 2,9 Milliarden Euro zentrale Teile des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich. Das Land stellt heuer rund 95 Millionen Euro zur Förderung bereit, ein Teil davon fließt in Investitionen und Forschung.
Betriebe im Bezirk Gmunden und Bezirk Vöcklabruck
Im Bezirk Gmunden wurde das Anwesen Oberriedl von Anton Buchegger in St. Konrad ausgezeichnet. Aus dem Bezirk Vöcklabruck erhielten Stefan und Martina Ennser mit dem Anwesen Holzinger in Wolfsegg am Hausruck sowie Josef und Theresia Winter mit dem Wintergut in Frankenmarkt den Erbhof-Titel. Auch weitere Betriebe aus ganz Oberösterreich wurden geehrt.
Die Grundlage bildet das oberösterreichische Erbhöfegesetz. Seit 1931 erhielten bereits 6.299 Familienbetriebe diese besondere Auszeichnung – rund ein Fünftel aller landwirtschaftlichen Höfe im Bundesland.