Fahrradsegnung 2026 in Mauthausen – Gelungener Start in die Radsaison
MAUTHAUSEN. Trotz frischer Frühlingsluft und Temperaturen von nur rund fünf Grad am frühen Sonntagmorgen ließen sich 75 Radfahrer sowie ein Teilnehmer mit Dreirad nicht davon abhalten, an der traditionellen Fahrradsegnung am Heindlkai in Mauthausen teilzunehmen. Die Veranstaltung markiert jedes Jahr den symbolischen Start in die neue Radsaison und hat sich längst zu einem beliebten Treffpunkt für Radbegeisterte aus der Region entwickelt.

Moderator Norbert Aschauer führte in bewährter und unterhaltsamer Weise durch das Programm. Um 9.15 Uhr startete der gemeinsame Abmarsch zur heiligen Messe in der Pfarrkirche Mauthausen, die den spirituellen Auftakt der Veranstaltung bildete. Im Anschluss daran versammelten sich die Teilnehmer wieder am Heindlkai, wo das weitere Programm stattfand.
Begrüßt wurden unter anderem die beiden Vizebürgermeister der Marktgemeinde Mauthausen, Franz Aigenberger und Elisabeth Preslmair, sowie Kulturreferentin Sonja Kolar. In kurzen Interviews würdigten sie die Bedeutung des Radfahrens für die Gemeinde und die Region.
Der Vorsitzende von Mauthausen Tourismus, Gottfried Kraft, erinnerte in seiner Ansprache an die lange Tradition des Radfahrens im Donaumarkt. Bereits im Jahr 1883 wurde in Mauthausen ein erster Radfahrerverein gegründet. Heute führt der weltberühmte Donauradweg R1 von Passau nach Wien direkt durch den Ort. Ergänzt wird dieses Angebot durch den Schloss-Pragstein-Radrundweg sowie den Drei-Flüsse-Radrundweg, die Mauthausen zu einem wichtigen Knotenpunkt für Radfahrer machen.
Ein besonderer Gast war die erst zehnjährige Radfahrerin Heidi Schwarz, die im vergangenen Jahr mit bemerkenswerten Erfolgen auf sich aufmerksam machte und schließlich sogar den Titel einer Staatsmeisterin erringen konnte. In einem kurzen Interview erzählte sie von ihrer Begeisterung für den Radsport. Moderator Norbert Aschauer gratulierte ihr zu ihren Erfolgen und bedankte sich auch bei ihren Eltern. Vater Michael Schwarz unterstützt seine Tochter als Trainer, Mutter Verena begleitet sie als Betreuerin zu Wettkämpfen und Veranstaltungen.
Für sportliche Höhepunkte sorgte Jonathan Preslmair, der mit spektakulären akrobatischen Kunststücken auf seinem Fahrrad das Publikum begeisterte. Im Gespräch betonte er ebenfalls die Bedeutung des Radfahrens als sportliche Herausforderung und als wertvollen Beitrag zu einem aktiven Lebensstil.
Die beiden Vizebürgermeister Franz Aigenberger und Elisabeth Preslmair unterstrichen in ihren Grußworten die Bedeutung der Veranstaltung als Auftakt in eine neue Saison der Bewegung und der sportlichen Aktivitäten. Sie dankten Mauthausen Tourismus für die Organisation und würdigten das Engagement der vielen freiwilligen Helfer.
Die Fahrradsegnung wurde im Jahr 2017 von Anita Peterseil gemeinsam mit ihrem Fahrradteam ins Leben gerufen und heuer von Mauthausen Tourismus veranstaltet. Im kommenden Jahr feiert die Veranstaltung bereits ihr zehnjähriges Jubiläum. Besonders erfreulich war auch die weite Anreise mancher Teilnehmer. Einige Radfahrer waren sogar aus Leonding gekommen, um an der Segnung teilzunehmen.
Die eigentliche Segnung der Fahrräder bildete schließlich den Höhepunkt der Veranstaltung. Pfarrer Mag. Hans Fürst und Seelsorger Mag. Michael Kammerhuber spendeten den kirchlichen Segen für die zahlreichen Fahrräder und ihre Besitzer. Damit verband sich der Wunsch nach einer unfallfreien, gesunden und erfolgreichen Radsaison für alle Teilnehmer. Viele Radfahrer befestigten anschließend die geweihten Segensbänder an ihren Fahrrädern als sichtbares Zeichen dieses besonderen Moments.
Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde das von Michelle Gör, Besitzer des Hotel-Restaurants „Zum Donaueck“, gespendete Fass Bier von den beiden Vizebürgermeistern feierlich angeschlagen und an die Gäste ausgeschenkt. Großen Andrang gab es auch bei den Autogrammkarten von Heidi Schwarz. Ebenso beliebt waren die gesegneten Segensbänder, die viele Teilnehmer an ihren Fahrrädern befestigten.
Tourismusvorstand Hans Wörnhörer informierte zudem über die neue Selbstbedienungs-Infostelle von Mauthausen Tourismus. Dort stehen Radkarten und Informationsbroschüren kostenlos für Gäste und Einheimische zur Verfügung.
Auch die jüngsten Besucher kamen auf ihre Kosten. Sie erhielten einen sogenannten Maut-Taler, mit dem sie im Roma-Eissalon eine Kugel Eis gratis genießen konnten.
Für eindrucksvolle Erinnerungsbilder sorgten die Fotografen Karl Klug und Michael Zobl. Ergänzt wurde die mediale Begleitung durch das Team von Strudengau-TV mit Franz und Silvia Leitner. Ein Video der Veranstaltung wird in Kürze im Ortskanal von Mauthausen zu sehen sein.
Für die technische Sicherheit der Fahrräder sorgte das Team von Herbert Pichler. Vor Ort wurden die Räder der Teilnehmer kostenlos überprüft, etwa auf ausreichenden Luftdruck in den Reifen, lockere Teile oder mögliche Wackelkontakte. Dieser freiwillige Service wurde von den anwesenden Radfahrerinnen und Radfahrern sehr geschätzt und trug dazu bei, dass viele mit einem guten und sicheren Gefühl in die neue Radsaison starten konnten.
Ein schönes regionales Brauchtum brachte auch die Mauthausener Goldhaubengruppe zur Veranstaltung mit. Die Damen boten selbstgebackene Lebkuchenherzen zum Kauf an, die traditionell am Liebstattsonntag verschenkt werden. An diesem oberösterreichischen Brauchtumstag schenken sich Liebespaare oder Freunde mit netten Sprüchen verzierte Lebkuchenherzen als Zeichen der Zuneigung.
Kulturreferentin Sonja Kolar brachte es in ihrem Schlussstatement auf den Punkt. Radfahren leiste einen wichtigen Beitrag zur Volksgesundheit und könne in seiner Bedeutung für Bewegung, Umwelt und Lebensqualität gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.


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