34 Teilnehmer auf Bildungsfahrt in Empoli in Italien
ST. GEORGEN/GUSEN. „Gedenken ist Verantwortung für heute“ – darin sind sich die Bürgermeister Andreas Derntl aus St. Georgen an der Gusen und Alessio Mantellassi aus Empoli einig. In Erinnerung an die streikenden Arbeiter aus der Toskana, die während der Zeit des Nationalsozialismus verhaftet und in die Konzentrationslager Mauthausen und Gusen deportiert wurden, wurde eine gemeinsame Gedenkfeier organisiert.

Gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen, zunehmender Autokratie und totalitärer Strömungen seien gemeinsames Gedenken, Begegnungen und Aktivitäten wichtig. Eine Bildungs- und Gedenkreise führte 34 Teilnehmer in ihre Partnerstadt Empoli und in die Toskana. Die Geschichte der Deportation, Kultur, Kulinarik und Lebensweise der Toskana sowie aktuelle Themen der Demokratie standen im Mittelpunkt des Programmes in Empoli, Florenz, Viareggio und Lucca.
Gemeinsam gedenken und reflektieren
In Empoli wurde gemeinsam eine Gedenkfeier durchgeführt und man vernetzte sich in Florenz im Memorial für die in Konzentrationslager ermordeten Italiener mit Vertretern der Kommunen und der Opferorganisation ANED von Florenz, Prato, Empoli, Pisa.
Die Teilnehmer reflektierten die Geschichte von Empoli, besuchten den Weg der Menschenrechte und das Haus der Erinnerung. Sie begaben sich auf die Spuren der Geschichte der Faschisten und des Widerstandes in der Toskana und fanden Stolpersteine, die an Menschen erinnern, die in Konzentrationslagern ermordet wurden.
Aktuelle Themen im Blick
Die Gruppe beschäftigte sich mit aktuellen Themen der Demokratie und des Friedens und konnten zum Beispiel beim Besuch des Karnevalsmuseums in Viareggio auf aktuelle gesellschaftspolitische Themen stoßen. Im Rahmen des Erasmus+ Projektes reflektierte man auch die Rolle der digitalen und sozialen Medien.
Positive Signale für Frieden und Völkerverständigung
Die Teilnehmer möchten mit ihrer Bildungsfahrt positive Signale für Frieden und Völkerverständigung senden. Die Städtepartnerschaft mit Empoli besteht seit 1997 und ist eine Geschichte von Freundschaft, Schüleraustausch, Demokratie und europäischer Werte. Die Bildungsreise wurde von der Bewusstseinsregion organisiert und von der Marktgemeinde St. Georgen an der Gusen, dem Zukunftsfonds der Republik Österreich und vom Erasmus+ Programm unterstützt.


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