WINDHAAG BEI PERG. Der gebürtige Windhaager Josef Honeder, emeritierter Direktor und Professor am Bischöflichen Gymnasium Petrinum, ist am 15. März 2026 im 95. Lebensjahr verstorben.

Josef Honeder wurde am 30. August 1931 in Windhaag bei Perg geboren. Nach der Matura 1953 am Bischöflichen Gymnasium Petrinum trat er in das Linzer Priesterseminar ein und wurde am 29. Juni 1957 zum Priester geweiht. Im Anschluss war er für zwei Jahre als Kooperator in Münzkirchen und St. Georgen im Attergau bestellt.
Von 1959 bis 1965 absolvierte er das Lehramtstudium für Philosophie, Geschichte, Geografie und Stenografie in Wien und promovierte zum Doktor der Philosophie, danach trat er seinen Dienst als Professor am Bischöflichen Gymnasium Petrinum an. Im Jahr 1975 spondierte er zusätzlich an der Universität Graz zum Magister der Theologie.
Direktor am Petrinum
Josef Honeder übernahm auch Verantwortung in der Leitung des Gymnasiums: ab 1987 als Vizedirektor und von 1991 bis 1996 als Direktor. Als Professor und Direktor war ihm das Wohl seiner anvertrauten Schüler stets oberste Prämisse. Er wurde für sein Wissen und die Art und Weise, den Lehrstoff zu vermitteln, sehr geschätzt.
Als Direktor verantwortete er unter anderem die Öffnung des Gymnasiums für Mädchen und damit verbunden eine deutliche Erhöhung der Klassenzahlen und des Lehrkörpers. Mit der Vergrößerung der Schule mussten auch die räumlichen Gegebenheiten erweitert und an den Stand der Zeit angepasst werden.
Historische Aufarbeitung
Der Priester Josef Honeder war stets bereit, in verschiedenen Pfarren Aushilfsdienste zu erbringen und auch die Hausgemeinschaft im Petrinum aktiv als Seelsorger zu begleiten. Im Anschluss an seine Zeit im Schuldienst leitete er von 1997 bis 2000 die Pfarre Rechberg als Pfarrprovisor. Zeit seines Lebens fühlte er sich den Pfarren Rechberg und Windhaag bei Perg sehr verbunden. Er unterstützte mit seinen Fähigkeiten insbesondere die historische Aufarbeitung der Ortschroniken und die Erhaltung von Kulturdenkmälern, wie der Filialkirche in Altenburg oder auch des Priorates in Windhaag.
Ehrungen und Auszeichnungen
Für seine vielen Verdienste wurde Honeder mehrfach geehrt und ausgezeichnet: Der Bundespräsident verlieh ihm 1996 den Berufstitel Hofrat, das Bildungsministerium den Titel Oberstudienrat, das Land Oberösterreich die Kulturmedaille. Die politischen Gemeinden Rechberg und Windhaag bei Perg bedankten sich für sein Engagement mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft.
Auch von kirchlicher Seite wurde das priesterliche Wirken Honeders durch die Verleihung der Titel Geistlicher Rat, Konsistorialrat und besonders 1995 durch die Ernennung zum Monsignore durch Papst Johannes Paul II. gewürdigt. In den letzten Jahren lebte Josef Honeder im Haus Rudigier der Kreuzschwestern in Linz.
Verabschiedung
Für den Verstorbenen wird am Donnerstag, 19. März und Freitag, 20. März 2026, jeweils um 19.30 Uhr in der Kirche in Windhaag bei Perg und am Freitag, 20. März 2026 um 19.00 Uhr in der Kirche in Rechberg gebetet. Das Requiem wird am Samstag, 21. März 2026 um 10.00 Uhr in der Kirche in Windhaag bei Perg gefeiert, davor findet um 9.30 Uhr das Totenoffizium statt. Danach wird er zu seiner letzten Ruhestätte im Familiengrab am Friedhof Windhaag bei Perg geleitet.


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