ST. GEORGEN AM WALDE. Ein Wolf ohne Scheu vor Menschen sorgt in St. Georgen am Walde für Unruhe. Nach wiederholten Annäherungen an einen Bauernhof wurde er zum Abschuss freigegeben.

Anfang dieser Woche wurde ein Wolf in unmittelbarer Nähe eines bewohnten Bauernhofs gesichtet. In den darauffolgenden Tagen näherte sich das Tier wiederholt einem landwirtschaftlichen Betrieb und zeigte dabei auch nach mehrfachen Vergrämungsversuchen keinerlei Scheu vor Menschen. Statt sich zurückzuziehen, suchte der Wolf weiterhin gezielt die Nähe menschlicher Siedlungen.
„Rote Linie überschritten“
Für Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger ist die Situation klar: „Wenn Wölfe die natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren, ist die rote Linie ganz klar überschritten und entschlossenes Handeln gefragt. Der Schutz der Menschen sowie der bäuerlichen Familienbetriebe haben für mich oberste Priorität.“
Aufgrund der Regelungen der Oö. Wolfsmanagementverordnung ist damit von einem Risikowolf auszugehen, der nunmehr bis einschließlich Montag, 11. Mai 2026 innerhalb des Genossenschaftsjagdgebietes St. Georgen am Walde entnommen werden kann. Die verantwortlichen örtlichen Jagdausübungsberechtigten sowie betroffenen Behörden werden informiert.
Die Abschusserlaubnis ist für Oberösterreichs Agrar-Landesrätin mehr als gerechtfertigt: „Indem wir rasch, Maßnahmen setzen, wollen wir den Menschen die Sicherheit geben, dass wir an ihrer Seite sind. Der ländliche Raum ist Lebensraum und Heimat zugleich – und muss ein Ort bleiben, an dem sich jeder und jede frei bewegen kann.“


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