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Fünf Unternehmen im Bezirk Perg im ersten Quartal 2026 insolvent

Jennifer Wiesmüller, 07.05.2026 10:45

BEZIRK PERG. Laut aktueller KSV1870 Insolvenzstatistik schlitterten im ersten Quartal des Jahres 2026 im Bezirk Perg fünf Unternehmen in die Insolvenz. Das ist ein Unternehmen weniger als im ersten Quartal 2025.

Im ersten Quartal 2026 gab es im Bezirk Perg fünf insolvente Unternehmen – das ist eines weniger als 2025. (Foto: Pormezz/stock.adobe.com)

Der Bezirk Perg liegt mit fünf insolventen Unternehmen deutlich unter dem landesweiten Trend für Oberösterreich. Im ersten Quartal 2026 mussten in Oberösterreich in Summe 224 Unternehmen Insolvenz anmelden – das entspricht einem Plus von 6,7 Prozent gegenüber 2025. 

Ein Verfahren mangels Kostendeckung abgewiesen

In vier der fünf Fälle im Bezirk Perg wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Ein Insolvenzantrag führte mangels Kostendeckung zu einem nicht eröffneten, also abgewiesenen Verfahren. Das heißt, im insolventen Unternehmen waren nicht einmal mehr 4.000 Euro verfügbar, um die Gerichtskosten zu finanzieren.

Wenn Insolvenzanträge zu spät gestellt werden

„Nachdem zu lange mit dem Insolvenzantrag zugewartet wurde, müssen die Unternehmen in solchen Fällen liquidiert werden“, erklärt Alexander Meinschad, Insolvenzreferent des KSV1870 am Standort Linz. „Die Rechnung für die Konkursabweisungen begleichen Gläubiger und Steuerzahler. Teilweise auch die Schuldner selbst, da sie ohne ordnungsgemäße Abwicklung weitere Schulden anhäufen und sich in immer höhere Verbindlichkeiten verstricken.“

Deutlicher Rückgang bei Privatinsolvenzen

Die Zahl der Privatinsolvenzen ging im Bezirk Perg deutlich zurück: Während im Jahr 2025 im ersten Quartal 19 Verfahren eröffnet wurden, gab es im Jahr 2026 bislang nur sieben Fälle. Das entspricht einem Rückgang von 63,2 Prozent. Die Entwicklung der Privatpleiten im Bezirk Perg liegt damit unter dem oberösterreichweiten Trend: Für Oberösterreich wurde ein Plus von rund 4,2 Prozent verzeichnet.

Fortsetzung der Insolvenzdynamik erwartet

Aus Sicht des KSV1870 gilt eine Fortsetzung der aktuellen Insolvenzdynamik in den kommenden Monaten als wahrscheinlich.


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