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Mehr als 13.000 Menschen gedachten der Befreiung des KZ Mauthausen

Jennifer Wiesmüller, 11.05.2026 08:15

MAUTHAUSEN. Mehr als 13.000 Menschen aus aller Welt nahmen am Sonntag, 10. Mai, an der 81. Internationalen Befreiungsfeier der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teil. Das Mauthausen Komitee Österreich organisierte die Feier gemeinsam mit dem Comité International de Mauthausen und der Österreichischen Lagergemeinschaft.

  1 / 4   Mehr als 13.000 Menschen nahmen an der 81. Internationalen Befreiungsfeier der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teil (Foto: Martin Jordan)

Eröffnet wurde die 81. Internationale Befreiungsfeier mit einer mehrsprachigen Verlesung des „Mauthausen-Schwurs“. Im Anschluss folgten Begrüßungsworte durch Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich. Im Zentrum der Befreiungsfeier stand ein gemeinsamer Gedenkzug durch das Gelände der ehemaligen Lagerstätte – getragen von internationalen Delegationen, Zeitzeugen wie Lucy Waldstein und Katja Sturm-Schnabl, sowie zahlreichen Jugendlichen aus dem In- und Ausland. Der Gedenkzug endete symbolisch mit dem Auszug aus dem ehemaligen Schutzhaftlager – als Zeichen der Befreiung der KZ-Häftlinge im Jahr 1945. Im Anschluss bestand die Möglichkeit zum individuellen, stillen Gedenken. Im Rahmen des Gedenkens legten rund 130 internationale Delegationen Kränze nieder.

Schwerpunkt auf Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus

Die Gedenk- und Befreiungsfeier widmete sich in diesem Jahr dem Themenschwerpunkt „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“. Damit wurde der Blick bewusst auf jene gelenkt, die durch aktives Handeln, Mitwirken oder Wegsehen zur Umsetzung und Aufrechterhaltung des nationalsozialistischen Terrorsystems beigetragen haben. 

Willi Mernyi betonte: „Erinnerung darf nicht bei den Opfern stehen bleiben. Wir müssen auch verstehen, wie Täterinnen und Täter handeln konnten – und welche Strukturen das ermöglicht haben. Nur so können wir verhindern, dass sich Ausgrenzung, Entmenschlichung und Gewalt wiederholen.“


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