Mit Begegnungen Zeichen für Frieden und gegen Faschismus gesetzt
MAUTHAUSEN/ST. GEORGEN/GUSEN. Tausende Menschen besuchten in den Tagen von 7. bis 10. Mai die Konzentrationslager Mauthausen und Gusen. Die Bewusstseinsregion Mauthausen-Gusen-St. Georgen durfte sich mit der Teilnahme an den Befreiungsfeiern in Gusen und Mauthausen beteiligen. Sie organisierte die zehnte Internationale Jugendbegegnung mit mehr als 400 Jugendlichen und ihren Begleitpersonen aus Polen, Deutschland, Österreich, Luxemburg und aus der italienischen Partnerstadt Empoli in Italien.

Im Mittelpunkt stand das Thema Täter und Täterinnen in den Konzentrationslagern – man besprach, wie es zu den Gräueltaten kommen konnte, und was man heute dagegen tun könnte. Viele Begegnungen fanden auch im Haus der Erinnerung statt. Das Stollensystem „Bergkristall“ war drei Tage lang geöffnet und die Besucher konnten sich zahlreiche Eindrücke verschaffen und ihre Erfahrungen reflektieren. Die Bewusstseinsregion Mauthausen-Gusen-St. Georgen freute sich besonders über den Besuch des 106-jährigen Überlebenden Piotr Kawa aus Polen, der die Zeit des Nationalsozialismus persönlich bezeugen kann.
„Das Wochenende machte wiederum eines deutlich: Wir brauchen ein vereintes Europa, um gemeinsam für Frieden und Demokratie zu sorgen und dazu beizutragen, dass sich derartige Ereignisse nicht wiederholen“, betont Andrea Wahl, Geschäftsführerin der Bewusstseinsregion Mauthausen-Gusen-St. Georgen.


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