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MAUTHAUSEN. Nach rund acht Monaten Bauzeit ist der erste Strompfeiler für die Donaubrücke Mauthausen fertiggestellt. Insgesamt werden sieben Pfeiler und zwei Widerlager von den ÖBB ertüchtigt, um die Straßensanierung auf der Donaubrücke zu ermöglichen.

Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Mit der Fertigstellung des ersten Strompfeilers wurde ein bedeutender Meilenstein für den Straßentragwerkstausch der Bestandsbrücke in Mauthausen gelegt. Die Arbeiten konnten gemäß Bauzeitplan durchgeführt und abgeschlossen werden. Auch das Widerlager am niederösterreichischen Donauufer ist weitgehend fertiggestellt. Parallel wird mit Hochdruck an den weiteren drei Strompfeilern im Wasser und den drei Vorlandpfeilern gearbeitet.

„Die Donaubrücke Mauthausen ist eine zentrale Lebensader zwischen Oberösterreich und Niederösterreich – für Pendler, Wirtschaft und die gesamte Region. Dass wir mit der Fertigstellung des ersten Strompfeilers voll im Zeitplan liegen, zeigt eindrucksvoll, mit welcher Professionalität und Präzision hier gearbeitet wird“, betont Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ). „Mit jedem Baufortschritt schaffen wir die Grundlage dafür, diese wichtige Verbindung nachhaltig zu sichern und fit für die kommenden Jahrzehnte zu machen.“

„Wichtigen Meilenstein erreicht“

„Mit der Fertigstellung des ersten Strompfeilers haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht und liegen weiterhin im Zeitplan. Damit schaffen wir Schritt für Schritt die Grundlage, um die Donaubrücke Mauthausen als zentrale Verbindung zwischen Oberösterreich und Niederösterreich zu sichern“, freut sich auch Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG.

Komplexe Baustelle

Um die Arbeiten an den Strompfeilern durchführen zu können, wird eine sogenannte Pontonbrücke hergestellt. Diese besteht aus mehreren verbundenen Schiffen, die wiederum mit dem Ufer verbunden sind. So können Baufahrzeuge und Materialen zum Pfeiler transportiert werden. Um die Pfeilerertüchtigung durchführen zu können, wird im ersten Schritt ein Spundwandkasten – eine dichte, umschließende Stahlwand im Wasser, die den Arbeitsbereich trockenlegt – hergestellt. Die Ertüchtigung des Pfeilers umfasst ebenso die feste Verankerung in der Flusssohle, welche an dieser Stelle aus Granit besteht. Mit einem hundert Tonnen schweren Seilbagger werden Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,2 Metern und einer Gesamtlänge von rund 380 Metern hergestellt. Anschließend kann der Spundwandkasten ausgepumpt und der Baubereich trockengelegt werden. Im nächsten Schritt werden die Verlängerung und Verbreiterung an den sichtbaren Bereichen des Pfeilers vorgenommen. Insgesamt wurden in den ersten Pfeiler etwa 940 Kubikmeter und in die Bohrpfähle weitere 426 Kubikmeter Beton sowie rund 225 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.

Bis Mitte Mai wurde abschließend der Spundwandkasten abgebaut, womit der neue Pfeiler erstmals frei im Donauwasser steht.


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