Rudi Lumetsbergers neues Buch offenbart 400 Jahre Familiengeschichte im unteren Mühlviertel
ST. GEORGEN/WALDE. Mit seinem neuen Buch „Wanderung in die Vergangenheit“ begibt sich der Autor Rudi Lumetsberger aus St. Georgen am Walde auf eine Reise zu seinen Wurzeln – und damit zugleich zur Geschichte einer ganzen Region.

Bei seinen weltweiten Reisen wurde Rudi Lumetsberger immer wieder die Frage gestellt „Woher kommst du?“. Die Antwort schien klar, doch im Vorfeld seines 60. Geburtstags wuchs das Bedürfnis, tiefer zu verstehen, warum er so geworden ist wie er ist – warum ihn Landschaft, Geschichte und Generationen so geprägt haben.
Rasch wurde klar, dass die Antworten nur durch die klassische Ahnenforschung zu finden sein würden. Rudi Lumetsbergers Bruder Bruno stellte den Kontakt zu einem leidenschaftlichen St. Georgener Heimatforscher her. Gemeinsam mit Wolfgang Schachenhofer gelang es, einen Stammbaum der väterlichen Linie bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zu rekonstruieren. Eine überraschende Erkenntnis stand am Anfang des Buchprojekts: Über vier Jahrhunderte hinweg lebten seine Vorfahren im Umkreis von nur 40 Kilometern rund um St. Georgen am Walde. Aus dieser Entdeckung entstand die Idee einer „Wanderung in die Vergangenheit“. Gemeinsam mit seinen Brüdern Bruno und Franz besuchte der Autor jene Höfe, Dörfer und Landschaften, in denen Generationen seiner Familie lebten und wirkten.
Regionale Geschichte im Spiegel großer Ereignisse
Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie weltgeschichtliche Entwicklungen selbst abgelegene Regionen prägten: die Reformen Maria Theresias, die Napoleonischen Kriege, die Revolution von 1848, der wirtschaftliche Aufschwung und der Börsenkrach von 1873, die Gründung der Republik, die Zwischenkriegszeit, der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg. Die Schicksale der eigenen Vorfahren stehen stellvertretend für viele Familien des unteren Mühlviertels und machen sichtbar, wie eng persönliche Lebenswege mit der europäischen Geschichte verwoben sind.
400 Bilder voller Leben
Besondere Tiefe erhält das Werk durch rund 400 Abbildungen. Aktuelle Fotos der Wanderung, historische Aufnahmen aus privaten Archiven – vielfach Bilder, die rund 100 Jahre alt sind und erstmals veröffentlicht werden. Für die Darstellung früherer Jahrhunderte dokumentierte der Autor in Museen historische Gemälde und Exponate, die das vergangene Leben authentisch und anschaulich machen.
Buchkauf kommt Kindern in Afrika zugute
Mit dem Kauf eines Buches wird „Rudis Afrika-Projekt“ unterstützt, das der Autor vor vielen Jahren gemeinsam mit dem Jane Goodall Institut Austria ins Leben gerufen hat. Im Mittelpunkt dieses nachhaltigen Bildungsprojekts in Uganda stehen Schulen am ostafrikanischen Grabenbruch – jener Region, die oft als „Wiege der Menschheit“ bezeichnet wird. Der Erwerb des Buches bewahrt somit nicht nur regionale Geschichte, sondern eröffnet Kindern und Jugendlichen im Herzen Afrikas neue Zukunftschancen.
Fortsetzung folgt
Am Ende des Buches stößt die klassische Ahnenforschung an ihre Grenzen – und genau dort beginnt ein neues Kapitel. Zwei DNA-Analysen weisen darauf hin, dass die genetischen Wurzeln des Autors weit über das Mühlviertel hinausreichen. Daraus entsteht bereits das nächste Buchprojekt: „Blick ins Erbgut“ – ein Reiseabenteuer auf den Spuren seiner genetischen Herkunft.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden