Dürre im Bezirk Perg: Niedriger Wasserstand gefährdet Fische
OÖ/BEZIRK. Der Juli war in Oberösterreich deutlich zu heiß und viel zu trocken. Flüsse und Bäche führten im langjährigen Vergleich rekordverdächtig wenig Wasser. Besonders dramatisch ist die Lage an der Gusen im Bezirk Perg: Dort liegen bereits große Teile des Bachbettes trocken, während zahlreiche Fische in isolierten Restwasserstellen ums Überleben kämpfen.

In ganz Oberösterreich war es im Juli deutlich zu warm. Im Durchschnitt lag die Temperatur zwei Grad über dem langjährigen Mittel. Gleichzeitig fiel viel zu wenig Niederschlag.
„Die Analyse für Juli bestätigt, was derzeit an unseren Flüssen und Bächen sichtbar ist. Die Rekordtrockenheit entwickelt sich zunehmend zu einer ökologischen Katastrophe“, sagt Landesrat Stefan Kaineder (Die Grünen), der eine „Taskforce Trockenheit“ eingerichtet hat. Darin wird das Fachwissen der Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft des Landes gebündelt. Experten beurteilen regelmäßig die aktuelle Lage, identifizieren Problembereiche und stimmen gemeinsam mit den zuständigen Stellen Maßnahmen ab.
Dramatische Lage an der Gusen bei Langenstein
Die Trockenheit hat gravierende Folgen für die Gewässer. Fast alle Flüsse und Bäche im Land führten im Juli sehr wenig Wasser. Besonders deutlich werden die Folgen der Trockenheit im Gemeindegebiet von Langenstein. Dort ist der Wasserstand der Gusen stark gesunken. Große Teile des Bachbettes liegen bereits trocken. Das verbliebene Wasser hat sich in wenige flache und voneinander getrennte Restwasserstellen zurückgezogen. Darin sind zahlreiche Fische eingeschlossen.
Hohe Wassertemperaturen und ein sinkender Sauerstoffgehalt verschärfen die Lage zusätzlich. Trockene Kies- und Schlammbänke prägen inzwischen Abschnitte, durch die normalerweise ein naturnaher Bachlauf fließt.
Für Fische und andere Wasserlebewesen bedeutet das einen akuten Verlust ihres Lebensraumes. Eine Entspannung ist erst nach ergiebigen Regenfällen zu erwarten.
Geringere Durchflussmengen im Bezirk Perg
Die Durchflussmengen der Fließgewässer im Bezirk Perg lagen in diesem Jahr deutlich unter den langjährigen Vergleichswerten des Hydrographischen Dienstes. So wurden an der Donau bei Achleiten nur 51 Prozent des langjährigen Durchflusses gemessen. Die Gusen bei St. Georgen an der Gusen erreichte lediglich 32 Prozent, die Aist bei Schwertberg 22 Prozent. Besonders niedrig war der Wert an der Naarn bei Haid: Dort wurden sogar nur 15 Prozent des langjährigen Durchflusses verzeichnet.








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