Lebenshilfe-Regionalsprecher für das Mühlviertel wiedergewählt
MÜHLVIERTEL. Ulrike Weißengruber und Mario Hahn sind erneut zu Regionalsprechern der Lebenshilfe Oberösterreich gewählt worden. Sie vertreten die Anliegen von mehr als 350 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, die in den Bezirken Perg, Freistadt und Rohrbach von der Organisation begleitet werden. Zu ihren Schwerpunkten zählen Mitbestimmung, Inklusion und Freizeitgestaltung.

Gewählt wurden die beiden von den Haussprechern der Wohnhäuser und Werkstätten. Die Interessenvertretung soll sicherstellen, dass Menschen mit Beeinträchtigung Entscheidungen über ihren Alltag mitgestalten können. Haussprecher werden alle vier Jahre gewählt und bringen Wünsche, Anliegen und Beschwerden ihrer Kollegen ein.
Langjährige Erfahrung als Interessenvertreter
Die 55-jährige Ulrike Weißengruber ist seit vielen Jahren Haussprecherin im Wohnhaus St. Georgen an der Gusen und Regionalsprecherin. Der 47-jährige Mario Hahn aus Grein ist seit 20 Jahren Haussprecher und seit acht Jahren Regionalsprecher. Mit seinem Freizeitclub organisiert er außerdem Veranstaltungen und Ausflüge für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.
„Wir freuen uns auf den Austausch mit Kollegen und auf das Mitentscheiden bei Besprechungen“, sagen die beiden Regionalsprecher.
Mitsprache über die Einrichtung hinaus
Die Interessenvertretung ist auf mehreren Ebenen organisiert: Aus den Haussprechern werden Regionalsprecher und anschließend zwei Gesamtsprecher gewählt. Diese vertreten die Anliegen der begleiteten Menschen auch in Gremien der Lebenshilfe Oberösterreich und der Lebenshilfe Österreich.
Mitarbeiter unterstützen die gewählten Vertreter dabei, Anliegen aufzubereiten und Informationen verständlich zugänglich zu machen. Die Entscheidungen sollen die Menschen mit Beeinträchtigung selbst treffen.
Regelmäßiger Austausch
Bei regionalen und überregionalen Treffen besprechen die Interessenvertreter aktuelle Entwicklungen und gemeinsame Anliegen. Martina Voraberger-Schmidt organisiert als Fachberatung Interessen-Vertretung die Regionaltreffen und stellt den Informationsfluss zur Geschäftsführung sicher. Einmal jährlich findet ein Vernetzungstreffen aller Interessenvertreter statt. Zusätzlich ist die Lebenshilfe Oberösterreich durch eine Interessenvertreterin im Interessenvertreter-Beirat des Landes Oberösterreich vertreten.
„Menschen mit Beeinträchtigung sollen nicht nur von Entscheidungen betroffen sein, sondern diese Entscheidungen auch mitgestalten können. Ihre Perspektiven sind unverzichtbar, wenn es darum geht, Angebote und Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln“, sagt Gerhard Scheinast, Geschäftsführer der Lebenshilfe Oberösterreich.








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