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BEZIRK PERG/FREISTADT. Weihbischof Ernest Obodo aus Nigeria besuchte Landwirtschaftsbetriebe in Katsdorf und Ried in der Riedmark. Auch das Agrarbildungszentrum Hagenberg stand auf dem Programm. Die Eindrücke sollen in die Weiterentwicklung der Mary Agro Farm einfließen. Das Hilfsprojekt wird vom Schwertberger Verein Help-Trans-Fair unterstützt.

  1 / 9   Weihbischof Ernest Obodo aus Nigeria im Gespräch mit einem Landwirt während seines Besuchs auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Oberösterreich. (Foto: privat/HTF)

Obodo treibt die Entwicklung der Farm in der nigerianischen Region Enugu seit sieben Jahren voran. Das Projekt begann 2019 als Hilfe zur Selbsthilfe. Heute werden dort Gemüse und verschiedene Feldfrüchte angebaut. Dazu kommen Schweine- und Geflügelhaltung sowie Fischzucht. Der Betrieb schafft Arbeitsplätze und versorgt die Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln. Junge Menschen erhalten außerdem landwirtschaftliches Wissen.

Help-Trans-Fair wurde auf Initiative des Schwertberger Pfarrvikars Leonard Chinedu Ozougwu gemeinsam mit Alfred Hrusca gegründet. Hrusca ist Obmann des Vereins. Bei dessen jüngster Generalversammlung berichtete Obodo persönlich über die Fortschritte in Nigeria.

Automatisierter Stall und „Wanderschweine“

Auf dem Milchviehbetrieb der Familie Peterseil in Greinsberg in der Gemeinde Katsdorf lernte der Gast den Einsatz moderner Technik kennen. Füttern, Melken und zahlreiche weitere Arbeiten laufen dort automatisiert ab. Das entlastet die Familie im Stallalltag.

Am Kirnbauernhof der Familie Diwold in Ried in der Riedmark stand ein anderes Konzept im Mittelpunkt. Die „Wanderschweine“ leben ganzjährig im Freien. Mobile Unterstände mit Stroheinstreu bieten Schutz. Nach jeder Mastperiode werden sie auf eine neue Ackerfläche versetzt. Die mit Mist vermischte Einstreu wird kompostiert und als Dünger verwendet.

Im Agrarbildungszentrum Hagenberg führten Direktor Bernhard Pilz und sein Vorgänger Franz Scheuwimmer durch die Schule. Sie gaben Einblicke in die landwirtschaftliche Ausbildung. Praktisches Wissen spielt auch für die Weiterentwicklung der Mary Agro Farm eine wichtige Rolle.

„Ich bin sehr beeindruckt von der Innovationskraft in Oberösterreich und kehre mit vielen Eindrücken und Ideen im Gepäck wieder zurück nach Nigeria“, zog Obodo eine positive Bilanz seines Besuchs.


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