Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Das Festival der Regionen kommt mit dem Thema „Soziale Wärme“ nach Perg-Strudengau

Mag. Melanie Mai, 30.12.2018 14:22

BEZIRK. Abseits städtischer Ballungsräume und Kunstzentren erkundet das Festival der Regionen alle zwei Jahre eine Region in Oberösterreich. Heuer öffnet sich das Festival der Regionen vom 28. Juni bis zum 7. Juli der Region Perg-Strudengau.  

Der Informationsabend in Grein lockte viele Interessierte an. Foto: Festival der Regionen
Der Informationsabend in Grein lockte viele Interessierte an. Foto: Festival der Regionen

Um das Festival in der Region zu verankern und möglichst deutliche Spuren zu hinterlassen, sind Vermittlung, offene Dialoge und Verbindungen von Kunst und Alltagskultur prägende Strategien. Partizipation und Inklusion sind neben der Sensibilisierung für zeitgenössische Kunst und Kultur sowie der Stärkung regionaler Initiativen im Feld der Kulturarbeit sehr wichtige Ziele des Festivals. Vor allem aber gilt, möglichst viele Menschen vor Ort einzubinden. Hier sind wirklich alle Menschen gemeint, die in dieser Region leben, unabhängig davon, ob sie schon lange da sind oder erst vor kurzem angekommen, ob sie alt oder jung sind, arm oder reich. Das Ziel des Festivals ist, so viele Menschen wie nur möglich teilhaben zu lassen. Schon im Vorfeld des Festivals bei Info-Veranstaltungen und Workshops wird auf Barrierefreiheit geachtet und Österreichische Gebärdensprache angeboten. Statt den üblichen Kartenpreisen und im Einklang mit dem Thema führt das Festival der Regionen das Prinzip Pay-as-you-can ein. Jeder soll für den Eintritt das geben, was leistbar ist. So können alle an dem Festival teilhaben und niemand muss aus ökonomischen Gründen dem Festival fernbleiben.

Du hast nicht mehr, nur weil du anderen weniger gönnst

Das Thema Soziale Wärme soll ein bewusster Kontrapunkt zur viel zitierten sozialen Kälte in der Gesellschaft sein. Mit provokanten Slogans macht das Festival der Regionen auf ein politisch aktuelles Thema aufmerksam. Was bedeutet Soziale Wärme in der heutigen Welt? Wie kann Soziale Wärme in Zeiten von Sparmaßnahmen aufrechterhalten werden? Mit Gastfreundschaft, Geselligkeit oder Kooperationen? Welche Rolle spielen Einzelpersonen und Gemeinschaften bei ihrer Entwicklung? Im Zuge des Festivals sollen derartige Fragestellungen und Denkanstöße aufgegriffen und das Thema Soziale Wärme in den Mittelpunkt gerückt werden.

Regional trifft International

Das Thema Soziale Wärme spricht an: Es gab 418 Projekteinreichungen aus 40 verschiedenen Ländern. Rund ein Drittel der Künstler stammt aus Österreich. Diese große Zahl an Einreichungen mit einem Gesamtbudget von über vier Millionen Euro steht einem relativ kleinen Projektbudget von 300.000 Euro gegenüber. Das Festival versucht, noch weitere Sponsoren zu finden und freut sich über jegliche Unterstützung. Insgesamt werden etwa 15 bis 20 Projekte an den unterschiedlichsten Orten in der Region stattfinden. Das genaue Programm wird im Mai veröffentlicht werden.

Die Kunst der Beteiligung

Die ersten Informationsabende im Oktober und Dezember haben gezeigt, dass die Bewohner der Region sehr interessiert sind und dass die Projekte zum Mitmachen einladen. Weitere Informationsabende werden am 21. Jänner im KUZ Perg und am 23. Jänner in der Landesmusikschule Grein, jeweils um 19 Uhr stattfinden. Alle Bürger sind eingeladen teilzunehmen, um die ausgewählten regionalen und internationalen Programmpunkte besser kennenzulernen und sich über konkrete Möglichkeiten des Mitmachens auszutauschen. Alle Informationsveranstaltungen finden mit Österreichischer Gebärdensprachübersetzung (ÖGS) statt. Weitere Informationen gibt es auf www.fdr.at, auf Facebook, Twitter und Instagram sowie anhand des Newsletters (Eintrag möglich auf www.fdr.at/information/) 

Welchen Beitrag können Interessierte zur Sozialen Wärme leisten?

• Musiker und solche, die es schon immer werden wollten und im Chor und Orchesterprojekt teilnehmen möchten

• Personen, die lokale Mythen und Geschichten erzählen können

• Menschen, die Geschichten zu Courage, Gesten des Widerstandes und Menschlichkeit erzählen können

• Volkstanz- und Trachtengruppen

• Eine Blasmusikkapelle aus der Region um Mauthausen

• Ein Chor aus älteren Männern

• Bürger, die sich mit dem Thema Tod und Geburt beschäftigen

• Bauernhöfe aus der Region, die innovative Sachen machen

• Bauern, Küchenchefs, Jungunternehmer in der Nahrungsindustrie, Food-Blogger, Ernährungsberater, Studenten, die sich mit Essen und Gesundheit beschäftigen

• Freiwillige Helfer und solche, die gegen Bezahlung in der Organisation mitarbeiten

• Beherbergung von Künstlern

• Fahrdienste für Künstler

• Spenden oder Sachleistungen


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden