Rainbows bietet Entlastung und Stärkung für Scheidungskinder
MAUTHAUSEN. Wie Studien zeigen, fordert die Pandemie Kinder und Jugendliche besonders. Kommt nun noch die Trennung der Eltern dazu, so verstärken sich die Belastungen, denen sie schon ausgesetzt sind. Institutionen wie „Rainbows“ helfen und geben Halt.

„Kinder fühlen sich allein gelassen, wissen nicht, wie sie mit dem plötzlichen Verlust der vertrauten Lebenssituation umgehen sollen. Sie brauchen nach der Trennung oder Scheidung besondere Aufmerksamkeit und jemanden, der für sie da ist“, weiß Rosina Schlager-Weidinger, Bereichsleiterin Rainbows OÖ. Während einige Kinder diese Aufmerksamkeit deutlich einfordern, indem sie sich aggressiv verhalten, in der Schule die Leistung verweigern, ziehen sich andere Kinder ganz zurück. Um schwerwiegende Folgen zu verhindern, ist eine präventive Unterstützung besonders wichtig.
Austausch in der Gruppe
In der Rainbows-Kleingruppe finden die betroffenen Kinder Gleichaltrige, deren Eltern auch getrennt sind und die ähnlich fühlen wie sie. Sie finden Verständnis und Gehör für ihre Wut und ihre Trauer und einen Zugang zu ihren Stärken und Ressourcen. In der Gruppe wird ihnen auch vermittelt, dass das Leben weitergeht. Anders als zuvor, aber nicht unbedingt schlechter. In den begleitenden Elterngesprächen erfahren die Eltern, was sie für ihre Kinder in dieser herausfordernden Zeit tun können.
In Mauthausen starten im März/ April Gruppen für Kinder von vier bis zwölf und Youth-Gruppen für 13- bis 17-Jährige.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden