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Panhofer weiter auf Erfolgskurs: „Historische“ auch im Wechselland aufgemischt

Markus Hochgatterer, 02.09.2018 11:05

PERG/PINGGAU. Franz Panhofer ist mit seinem Toyota Corolla AE 86 nicht zu bremsen. Bei seinem dritten Saisonstart bei der Wechselland Rallye bewies der Standortleiter von Toyota Mitterbauer in Perg, dass Pferdestärken nicht immer für Erfolg ausschlaggebend sein müssen. Mit perfektem Setup, kontrolliertem Speed und schnellem Einstellen auf die sich in Sekunden ändernden Wetterverhältnissen ist auch bei schwierigsten Bedingungen ein Maximum herauszuholen.  

Für Franz Panhofer und Richard Gollatsch verlief auch die Teilnahme an der Wechselland Rallye nach Wunsch. Foto: Panhofer

„Wir wussten, dass Attackieren im Gewitter und Starkregen bei einer Rallye mit neuen Sonderprüfungen nicht unbedingt das Rezept ist, um im Historic Rallye Cup auf das Podest fahren zu können, was wir uns zum Ziel gesetzt hatten. Also bauten wir auf unsere Stärken: Perfekt abgestimmtes Auto, perfekte Arbeit im Cockpit und die `sichere` Seite. Alles ist aufgegangen. Nach Patz 31 am ersten Tag haben wir die Rallye auf dem 19. Rang in der Gesamtwertung, Klassensieg und Platz 2 im Cup und bei den Historischen beendet“, freute sich Panhofer mit Stammkopilot Richard Gollatsch und dem Technikerteam um Karl Trisko.

Nahtlos an Erfolg bei der Mühlstein Rallye angeknüpft

Nach seinem überraschenden „Historischen“ Triumph bei der Mühlstein Rallye (ARC Lauf) eine weiteres herausragendes Ergebnis für den Perger. „Am ersten Tag hatten wir uns schon ein wenig schwer getan, als wir aber der letzten Prüfung, dem 15  Kilometer langen Rundkurs Pinggau die richtigen Reifen erwischten und für uns spürbar sauschnell waren, hatten am zweiten Tag nie ein fahrerisches Problem, sind nirgendwo angestoßen, was sich auch in den Sonderprüfungszeiten - 19 bis 29 gesamt – ausdrückt.“

Weitere RCP-Teams sahen Zielflagge nicht

Auch für Michael Denk und seinen Rallye Club Perg Copiloten Peter Medinger im Mitsubishi Evo VIII begann die Rallye zunächst recht gut. Neben einer Zielankunft als oberste Priorität hat man vor der Rallye mit einer Top 20 Platzierung geliebäugelt. Schnell festigten sich die beiden auf Platz 14 und konnten diesen bis am Freitagabend halten, wo auf der letzten Sonderprüfung dem direkten Verfolger aufgrund einer roten Flagge eine eher unrealistisch gute Zeit zugeteilt wurde und dieser sich noch an den Beiden vorbeischob. Mit etwas Wut im Bauch startete man etwas zu ambitioniert in die erste Samstags-Sonderprüfung, wo der Mitsubishi nach etwa 2 Kilometern von der Strecke rutschte und einen Baum touchierte. Der Schaden hielt sich aber in Grenzen und die Fahrt konnte fortgesetzt werden. Hier waren es Denk/Medinger, die von einer zugeteilten Zeit profitierten, da die Sonderprüfung wegen dem starken Regen aus Sicherheitsgründen abgebrochen wurde. Nach dem Ausfall des quasi uneinholbar führenden in der Klassenwertung war es die 13. Sonderprüfung, wo sich das Race Rent Austria Team an die Spitze in der Klasse, sowie den 10. Gesamtplatz setzen konnte. Die Freude währte jedoch nicht lange. Schon auf der nächsten SP quittierte der Mitsubishi den Dienst und machte damit Denks Hoffnungen auf seine bisher mit Abstand beste Platzierung zunichte.

Hebenstreit/Ölsinger schon vor dem Start mit Problemen konfrontiert

Schon vor dem Start mussten Oskar Hebenstreit und seine RCP Copilotin Gabi Ölsinger zittern. Kurz vor der technischen Abnahme riss der Auspuffkrümmer des Ford Escort RS2000. In letzter Minute konnte der Defekt in einer Werkstatt behoben werden, was das Antreten doch noch ermöglichte. Schon auf der zweiten Sonderprüfung rutschten die Beiden jedoch in einen Graben und konnten nur mit der Hilfe einiger Fans wieder zurück auf die Straße und somit die Rallye fortsetzen. Vor der nächsten SP sprang das Fahrzeug dann jedoch nicht mehr an und Tag 1 war zu Ende. Auf der zweiten Samstags-SP meldete man sich dann mit einer zweitschnellsten Zeit bei den Historischen zurück, ehe auf der 13. Sonderprüfung ein Verbremser dafür sorgte, dass der Escort erneut von der Strecke abkam. Zwar konnte man sich auch hier dank Streckenposten und Zusehern aus dem Wald befreien, jedoch wurden der Kühler und ein Stabilisator zu sehr in Mitleidenschaft gezogen um die Fahrt fortzusetzen.

Steinbauer bei Slalom erneut stark

Auch am Wochenende davor machte schlechtes Wetter den Teilnehmern des Bergslaloms Putzmühle das Leben schwer. Mitten unter ihnen Roman Steinbauer mit seinem BMW E36. Beim Trainingslauf konnte Steinbauer das Fahrwerkssetup auf die Bedingungen perfekt anpassen und entschied sich auch für andere Reifen. Beides hat sich als sehr gute Entscheidung herausgestellt. Im Verlauf der drei Rennläufe konnte er sich deutlich steigern, sich vom anfänglichen 4. Platz nach vorne arbeiten und sogar für das Superfinale qualifizieren. Dort wartete ein schier übermächtiger Gegner mit mehr als doppelt so viel PS, was Steinbauer aber nicht einschüchterte. Voll motiviert riskierte er dann aber doch eine Spur zu viel, was in einem Abflug endete. Dennoch konnte Steinbauer den Lauf beenden und landete letztendlich am sehr guten 2. Platz in der Rennklasse über 2 Liter Hubraum, sowie am 18. Gesamtplatz. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich als Neuling in der Szene den Speed schon so gut mitgehen kann. Platz 2 in der Klassenwertung auf dieser anspruchsvollen, schnellen Strecke übertrifft meine Erwartungen“, erzählt Steinbauer erfreut.


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