Fünffach-Weltmeisterin Mona Mitterwallner und Mario Baier triumphierten beim ASVÖ Raiffeisen Grand Prix in Windhaag bei Perg
WINDHAAG/PERG. Mit der fünffachen Weltmeisterin Mona Mitterwallner (Mondraker Factory Racing) bei den Damen und dem österreichischen Publikumsliebling Mario Baier (Cabtech Racing) bei den Herren setzten sich bei den ASVÖ Mountainbike-Tagen in Windhaag bei Perg jene Athleten durch, die auf dem technisch anspruchsvollen Kurs im unteren Mühlviertel das komplette Gesamtpaket aus Kondition, Technik, Mut und Renntaktik mitbrachten.

Bei den Damen zeigte Mona Mitterwallner einmal mehr ihre internationale Klasse. Die Tirolerin nutzte den Start in Windhaag bei Perg bewusst als wichtige Standortbestimmung und letzten Feinschliff zwischen den Weltcup-Stationen in Nove Mesto und Leogang. In Tschechien war Mitterwallner zuletzt auf Top-Kurs gelegen, ehe sie ein technischer Defekt bis auf Rang 31 zurückwarf.
In Windhaag ließ die fünffache Weltmeisterin von Beginn an keinen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Bereits in der zweiten von sieben Runden forcierte sie das Tempo entscheidend und konnte sich von ihren Konkurrentinnen absetzen. Ein Ausrufezeichen setzten auch die beiden jungen Talente Antonia Grangl (Trinx Factory Team) und Sophia Knaubert (Arbö Rapso Knittelfeld), die mit nur 20 beziehungsweise 24 Sekunden Rückstand die Plätze zwei und drei belegten.
„Windhaag ist immer ein besonderer Prüfstein. Der Kurs verlangt den Fahrerinnen und Fahrern alles ab und zeigt sehr genau, wo man im internationalen Vergleich steht“, hatte Mitterwallner bereits vor dem Rennen erklärt.
Ein ungefährdeter Heimsieg
Nicht weniger beeindruckend präsentierte sich bei den Herren der österreichische Favorit Mario Baier. Der Publikumsliebling dominierte das Rennen auf der traditionsreichen Strecke und ließ der internationalen Konkurrenz keine Chance. Mit dem Kanadier Carter Woods war einer der vielversprechendsten Nachwuchsfahrer der internationalen Mountainbike-Szene am Start, doch selbst er konnte dem Tempo des Österreichers nichts entgegensetzen.
Vor allem in den technisch anspruchsvollen Passagen spielte Baier seine außergewöhnlichen Fähigkeiten aus. Während andere Fahrer auf den steilen Anstiegen, den anspruchsvollen Abfahrten und den zahlreichen technischen Schlüsselstellen Zeit verloren, wirkte der Österreicher stets souverän und kontrolliert. Mit jeder Runde vergrößerte er seinen Vorsprung und fuhr einem ungefährdeten Heimsieg vor dem Vorjahressieger Julius Scherrer (RV DJs Bikeshop Simplon Hard) und Lukas Hatz (WSA KTM Graz) entgegen.
Mischung aus sportlicher Herausforderung und Naturerlebnis
Während die Elitefahrer am Vormittag um jede Sekunde kämpften, stand am Nachmittag beim ASVÖ 3-Täler Classic Marathon Mühlviertel und dem neuen Optik Kroboth E-Bike Marathon die besondere Verbindung von Sport und Natur im Mittelpunkt. Ein kurzer Regenschauer zum Start sorgte zunächst für Erfrischung, ehe das Wetter bis zum Ende hielt und den Teilnehmern perfekte Bedingungen bescherte.


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