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BEZIRK. Egal ob am Stammtisch oder bei Parteitreffen − die am Sonntag anstehende Bundespräsidentenwahl ist das Thema in der Bevölkerung. Tips hat sich bei den Parteichefs im Bezirk umgehört, wie die Stimmung ist und was sie sich erhoffen.

Experten vermuten, dass sie Wahl erst nach der Auszählung der Wahlkarten entschieden ist. Alleine in der Stadt Perg wurden bereits eine Woche vor der Wahl 700 beantragt.

Nach dem ersten Ergebnis sehen viele FPÖ-Kandidat Nobert Hofer als klaren Favoriten. Für Alexander Van der Bellen haben sich nun auch in einigen Gemeinden des Bezirks Personenkomitees gebildet und viele wollen auch helfen, indem sie Plakate aufhängen. „Ich finde es total faszinierend, welche Menschen sich melden, die uns unterstützen wollen“, zeigt sich die Bezirkssprecherin der Grünen Martina Eigner begeistert, „ich glaube, dass die Menschen erkennen, wie wichtig diese Wahl ist und dass es auch um eine Richtungsentscheidung geht.“

SPÖ unterstützt Van der Bellen

Einer, der sich offen für Alexander Van der Bellen ausspricht, ist Mauthausens Bürgermeister SPÖ-Bezirksvorsitzender Thomas Punkenhofer: „Für uns war das ganz klar, dass wir Van der Bellen unterstützen, auch in den Ortsgruppen helfen wir den Grünen, aber es hängt stark von den jeweiligen Funktionären vor Ort ab. Ich bin zuversichtlich, dass es am 22. Mai einen Bundespräsidenten gibt, der nicht Hofer heißt, weil viele die alleinige Macht der FPÖ fürchten.“

Viele Fragen zu Hofer

„Es ist ein legitimes Recht, Wahlempfehlungen auszusprechen. Bei uns ist die Stimmung sehr gut, aber ich bin nicht der Meinung, dass es eine gmahte Wiesn ist. Die Wahlbeteiligung wird dabei eine große Rolle spielen“, meint FPÖ-Bezirksobmann Alexander Nerat. Zu ihm kommen viele nicht klassische Blau-Wähler und stellen Fragen. „Die meisten wollen wissen, ob Norbert Hofer auch wirklich so ist, wie er im Fernsehen rüberkommt. Einige fragen auch, ob Strache dann wirklich der nächste Kanzler sein wird. Es gibt Leute, die offensichtlich nicht wollen, dass gleich alles Blau wird.“

Keine Empfehlung von ÖVP

ÖVP-Bezirksobmann Anton Froschauer bleibt mit seiner Aussage der Bundeslinie treu und gibt keine Empfehlung ab: „Unsere Mitglieder wissen das selbst am besten. Ich als Person wünsche mir einen Bundespräsidenten, der Europa positiv gegenüber steht, aber auch dem Amt den Respekt entgegenbringt, die Entscheidungen der Wähler zu respektieren.“


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