RegioMobil: E-Carsharing-Modell bietet neue Form der Mobilität
PERG/BEZIRK. Mit einem Carsharing-Modell soll es ab September in der Bezirkshauptstadt möglich sein, sich bei Bedarf ein E-Car zu mieten, wenn es gerade frei ist. Der Perger Markus Ungerank mit seiner Firma Creonia will dieses Angebot nach und nach auf die ganze Region ausweiten.

„Ich möchte das Thema E-Mobilität nicht über „grün“ und „öko“ in die Bevölkerung bringen, sondern als neue Art der Mobilität, die für „jung“ und „urban“ steht“, ist Markus Ungerank überzeugt. Der Perger ist seit vergangenem Herbst Ersatz-Gemeinderat in der Bezirkshauptstadt und hat seither an einem Konzept für ein E-Carsharing-Modell gearbeitet, das nun fertig ist.
Der studierte technische Chemiker wird das Projekt „RegioMobil“ mit seiner eigenen Firma Creonia betreiben, die er im Jahr 2013 gegründet hat. Der Einzelunternehmer beschäftigt sich mit Innovationmanagement, begleitet verschiedene Projekte in verschiedenen Betrieben und setzt diese auch um. Ein großes Thema waren dabei in der Vergangenheit auch Stromspeicher und deswegen möchte der Perger nun das Thema E-Mobilität sozusagen „salonfähig“ machen.
Ziel: Ein E-Car für 1000 Einwohner
In einigen oberösterreichischen Gemeinden, so z. B. in Marchtrenk und Bad Zell, wird E-Carsharing bereits angeboten, allerdings über eine Vereinsstruktur. Auch in Arbing ist man mitten in einem solchen Prozess. Die Idee von Ungerank ist allerdings, damit in die Breite zu gehen.
„Die Philosophie dahinter ist, dass es für Gemeinden eine zusätzliche Nahversorgungslösung gibt.“ Für je 1000 Einwohner könnte demnach schon bald ein E-Car zur Verfügung stehen. „Meine Idee ist dabei nicht, 50 Prozent der Bevölkerung zu erreichen, sondern die Zweit- und Dritt-Autos in Familien zu ersetzen.“ Ist der Ehemann mit dem einen, der Sohn mit dem anderen Auto unterwegs, kann die Frau in Zukunft trotzdem ein Auto nutzen, indem sie sich einfach eines bucht.
Anmelden und im September losfahren
Bereits im September soll mit zwei Autos (Renault Zoe) gestartet werden. Ab August kann man sich dafür auf www.regiomobil.at registrieren, damit man bei den ersten Nutzern schon dabei sein kann. Später sollen dann in den Ortsteilen Pergkirchen, Lanzenberg ... , aber auch in den Nachbargemeinden Satelliten entstehen. Ideal könnte dieses Angebot auch für Firmen sein, deren Mitarbeiter gemeinsam ein Fahrzeug für Außentermine nutzen können. Die Autos sollen zusätzlich auch als attraktive Werbeflächen vermarktet werden. Die Mietkosten werden sich aus verschiedenen Grundtarifen (je nach Nutzungshäufigkeit) und eine Gebühr pro Inanspruchnahme zusammensetzen.


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