Stadtregionales Forum will Nahmobilität in und um Perg fördern
PERG/ARBING/NAARN/SCHWERTBERG. Den öffentlichen Raum attraktiver machen und die Wege für Radfahrer und Fußgänger optimieren. Dieses Ziel hat sich das vor wenigen Wochen gegründete Stadtregionsforum Perg gesetzt. Bis Ende des Jahres soll eine Strategie erarbeitet werden. Die Projekte werden vom Land durch das EFRE-Programm stark gefördert.

Eigentlich ist unsere Region geradezu prädestiniert dafür, viele Wege mit dem Rad zurückzulegen. Und zwar nicht nur, um sich sportlich zu betätigen, sondern auch als Alltags-Fortbewegungsmittel. Die Anzahl derer, die ihre Erledigungen mit dem Drahtesel hinter sich bringen oder Freunde auf zwei Rädern besuchen, ist allerdings noch überschaubar. Das soll sich in Zukunft ändern. Denn dieses Thema ist eines auf der Agenda des vor Kurzem gegründeten Stadtregionalen Forum Perg, welches sich mit den Nachbargemeinden Arbing, Naarn und Schwertberg gemeinsam um die strategische Entwicklung in der Raumordnung kümmern und sinnvolle Maßnahmen setzen will. Mauthausen könnte im Herbst noch dazustoßen.
Nahmobilität stärken durch Lückenschlüsse im Wegenetz
„Bis Herbst wollen wir alles Bestehende erfassen und analysieren und aufbauend darauf soll dann ein Konzept erarbeitet werden“, so Bürgermeister Anton Froschauer. Die Maßnahmen, welche im Zuge dieses Prozesses umgesetzt werden, sind über ein spezielles Förderprogramm des Landes (EFRE) gestützt. Diese können verschiedenster Art sein. Ein Beispiel, welches sich anbietet und schon lange von Schwertbergs Bürgermeister Max Oberleitner vorangetrieben wird, kann der Steg über die Aist in Schwertberg sein. „Wir wollen neben dem touristischen Aspekt des Radfahrens die Region stark weiterentwickeln, was das Alltagsradeln betrifft. Für beides müssen wir aber die Lücken zwischen den Gemeinden schließen“, so Froschauer.
Auch die Verbesserung der Zugänglichkeit des öffentlichen Verkehrs, die Sicherung von Naherholungsmöglichkeiten und weitere Themen sollen beackert werden. Ziel ist es, für die Bewohner der Region den Aufenthalt im öffentlichen Raum zu attraktivieren und die Nahmobiliät zu fördern. Begleitet wird diese strategische Arbeit der Gemeinden vom Regionalmanagement Oberösterreich durch Wilhelm Patri.
Für die Gesamtkosten von förderfähigen Projekten des Stadtregionalen Forums werden jeweils 50 Prozent der EFRE-Mittel zur Verfügung gestellt. Die Periode läuft bis 2020. „Ich bin aber davon überzeugt, dass die Vernetzung auch darüber hinaus viel bringen wird. Es geht darum, darauf Rücksicht zu nehmen, welche Bedürfnisse die Nachbargemeinden haben“, ergänzt Froschauer.


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