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Sicherheitsoffensive entlang der Donauuferbahn: 30 Übergänge werden aufgerüstet, erneuert oder aufgelassen

Markus Hochgatterer, 01.12.2016 14:35

BEZIRK PERG. Die ÖBB starten eine Sicherheitsoffensive auf der Donauuferbahn: Bis Ende 2017 werden 30 Eisenbahnkreuzungen sicherer gemacht, wobei dazu neben der Errichtung einer technischen Sicherung (mit Lichtzeichenanlage und/oder Schranken) auch die gänzliche Auflassung von Eisenbahnkreuzungen gehört.

Auf der Donauuferbahn werden bis 2017 insgesamt 14 neue Schrankenanlagen errichtet. Foto: ÖBB/ENGEL

Die Bauarbeiten für das Großprojekt laufen bereits und werden bis Mitte 2017 ihren Höhepunkt erreichen. Es werden insgesamt 14 Eisenbahnkreuzungen, die bisher keine technische Sicherung hatten, mit Lichtzeichen (4) sowie mit Schranken (10) ausgestattet, sieben bereits technisch gesicherte Eisenbahnkreuzungen erneuert bzw. adaptiert und neun Eisenbahnkreuzungen aufgelassen. Die Eisenbahnkreuzungen befinden sich in den Gemeinden Mauthausen, Ried in der Riedmark, Schwertberg, Naarn, Perg und Arbing. Parallel werden in den Gemeinden Mauthausen, Schwertberg, Perg und Arbing auch für die Eisenbahnkreuzungen nötige, neue Stellwerke errichtet.

 14 neue Schrankenanlagen auf der Donauuferbahn

Von den Eisenbahnkreuzungen, die bereits eine technische Sicherung hatten, werden vier auf Schranken umgerüstet, womit bei der Sicherungsoffensive insgesamt 14 neue Schrankenanlagen auf der Donauuferbahn installiert werden.

Sicherungen ermöglichen höhere Geschwindigkeit

Die Arbeiten werden von der ÖBB-Infrastruktur AG SAE durchgeführt. Andreas Niedermair, Regionalleiter SAE Nord der ÖBB-Infrastruktur AG: „Mit diesen Investitionen tragen wir dazu bei, dass alle Verkehrsteilnehmer inklusive der Bahnreisenden künftig noch sicherer unterwegs sind. Zusätzlich ermöglicht diese Sicherheitsoffensive künftig eine höhere Streckengeschwindigkeit von bis zu 100 km/h und damit mehr Komfort für die Zugreisenden.“

 Bereits 284 technisch gesicherte Eisenbahnkreuzungen in Oberösterreich

Bereits seit 2012 investiert die ÖBB-Infrastruktur AG in Oberösterreich verstärkt in die Verbesserung der Sicherheit auf Eisenbahnkreuzungen. Insgesamt wurden in den vergangen viereinhalb Jahren 21 Bahnübergänge technisch gesichert und 45 aufgelassen. Oberösterreichweit gibt es noch 806 Bahnübergänge, von denen 284 technisch gesichert und 522 nicht technisch gesichert sind (Stand 01.01.2016).

 Zahl der Eisenbahnkreuzungen in Österreich seit 2006 fast halbiert

Die ÖBB investieren österreichweit jährlich 25 Millionen Euro in die technische Sicherung bzw. Auflassung von Eisenbahnkreuzungen. Österreichweit ist es auf diese Weise in den vergangenen zehn Jahren gelungen, die Zahl der Eisenbahnkreuzungen von rund 6100 auf rund 3400 fast zu halbieren. Auf dem oberösterreichischen Streckennetz (885 Kilometer) gibt es durchschnittlich alle 1,1 Kilometer einen Bahnübergang, womit das Bundesland schon jetzt besser als der Österreich-Schnitt von 1,45 Bahnübergängen pro Bahnkilometer liegt.

 Donauuferbahn heuer bereits umfangreich modernisiert

Auf der Donauuferbahn wurde seit Anfang Juli 2016 bereits kräftig investiert. Es wurden unter anderem Gleisanlagen, Weichen und Eisenbahnkreuzungen saniert. Insgesamt wurden neun Millionen Euro in Erhaltungs- und Erneuerungsarbeiten investiert. Zusätzlich wurden Entwässerungsanlagen errichtet bzw. erweitert. Einer der Hotspots war Aisthofen, wo mehrere Eisenbahnkreuzungen neu errichtet bzw. saniert wurden, eine neue Weiche gelegt, sowie eine Sanierung der Gleisanlage durchgeführt wurde. Zusätzlich hat Aisthofen einen neuen Bahnsteig erhalten. Auch in Perg, Sarmingstein und Baumgartenberg wurden Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Während in Perg Eisenbahnkreuzungen saniert wurden, wurden in Sarmingstein mehrere hundert Meter Gleise verlegt und in Baumgartenberg eine neue Weiche verlegt.


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