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PERG. Trotz sinkender Arbeitslosigkeit und steigender Zuversicht der Beschäftigten hatten die Rechtsexperten der Arbeiterkammer auch 2017 alle Hände voll zu tun.

Mitarbeiter die in einem Unternehmen mit Betriebsrat sind, benötigen die Arbeiterkammer weniger oft. Foto: Wodicka

Im vergangenen Jahr führte die Arbeiterkammer mehr als 5.000 Beratungen alleine im Bezirk Perg durch. Mit 4,3 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer mehr als doppelt soviel als im Vorjahr und das Fünfache zu 2015, für ihre Mitglieder im letzten Jahr erstritten. Dieser hohe Betrag liegt unter anderem auch an der Insolvenz der Firma GLS im Jahr 2016. 2017 waren 52 Arbeitnehmer aus Perg von einer Insolvenz betroffen.

Problembranche Gastronomie

Das Gastgewerbe ist landesweit das größte Problem. So auch ein Fall einer Beschäftigten aus dem Bezirk Perg. Sie ließ nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses von der Arbeiterkammer Perg ihre Endabrechnung kontrollieren. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass sie mehr als 400 Überstunden nicht ausbezahlt bekommen hat. Ihr Glück war, dass sie ihre genauen Arbeitszeiten privat aufgeschrieben hat. Nach der Intervention der Arbeiterkammer bekam die Frau schlussendlich 5.000 Euro nachbezahlt.

Angst um den Arbeitsplatz

Allgemein erfolgen 90 Prozent der Vertretungsfälle erst während oder nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Arbeitnehmer sind ängstlich, wenn es darum geht ihre Rechte durchzusetzten. Sie lassen sich nach einer Beratung nicht immer helfen und verzichten aus Angst um den Arbeitsplatz auf die rechtliche Unterstützung. <


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