Im Bezirk sind Firmenpleiten und Privatinsolvenzen ansteigend
BEZIRK PERG. Der Gläubigerschutzverband Creditreform hat kürzlich die Zahlen der Insolvenzenentwicklung für das 1. Halbjahr 2018 erhoben: Im Bezirk Perg stiegen Privatinsolvenzen um 93 Prozent an.

Besonders bei den Privatinsolvenzen fallen die Anstiege ins Auge. Waren es im 1. Halbjahr 2017 noch 15 Privatinsolvenzen, sind es im ersten Halbjahr 2018 29 Menschen, die in die Privatinsolvenz schlitterten. Überhaupt stieg die Zahl der Privatinsolvenzen im gesamten Bundesland massiv an: Von 540 im vergangenen Jahr auf 832 im 1. Halbjahr 2018. Die Zahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren ist in Österreich um rekordverdächtige 81,5 Prozent auf rund 5.500 Verfahren gestiegen. Das ist der höchste Stand seit Einführung der Privatinsolvenz 1995. Da mehr ehemalige Selbstständige den Weg der erleichterten Entschuldung gehen, hat sich die Durchschnittsverschuldung ebenfalls stark erhöht und beträgt nun über 100.000 Euro. Hauptgläubiger sind Banken, Versicherungen, Mobilfunkbetreiber und Leasingunternehmen.
Firmenpleiten
Bei den Unternehmenspleiten fallen die Anstiege weniger deutlich aus. Im Bezirk Perg gibt es zwar einen Anstieg von 150 Prozent –von vier Unternehmenspleiten im vergangenen 1. Halbjahr auf 10 – doch oberösterreichweit ist diese Zahl gesunken. Waren es im 1. Halbjahr 2017 noch 325 Unternehmen, so sind es jetzt 301.
Österreichweit
Insgesamt wurden in Österreich 2.685 Firmen- und 6.117 Privatinsolvenzen gemeldet. Pro Werktag macht das somit 21 Firmeninsolvenzen und 49 Privatinsolvenzen.


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