Borkenkäfer: Endloser Kampf für die Fichten
BEZIRK PERG. In diesem Jahr sind in Oberösterreich bereits 500.000 Festmeter Borkenkäferschadholz angefallen. Dies ist die dreifache Schadholzmenge zum Vorjahr und entspricht 1.500 LKW-Holzzügen. Ein Ende der Borkenkäfervermehrung ist nicht in Sicht.

“Die Hauptschadensgebiete sind nach wie vor das Mühlviertel, der Zentralraum und der Bezirk Eferding. Aber auch das Innviertel und das gesamte Alpenvorland sind stark betroffen. Der überwiegende Teil fällt im Bauernwald und im Kleinprivatwald an“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. Aufgrund der ganzjährig extrem trockenen und warmen Witterung schreitet der Fichtenborkenkäferbefall in weiten Gebieten rapide voran. In tieferen Lagen sind die Wälder sehr stark befallen, während höher gelegene Gemeinden wie Pabneukirchen, St. Georgen am Walde oder Dimbach keine so starke Plage haben, aufgrund von Höhenmetern und vermehrten Niederschlag. Denn hohe Temperaturen und wenig Niederschlag bedeuten für den Borkenkäfer paradiesische Zustände. „Die Fichte ist mit einem Anteil von 63 Prozent die häufigste Baumart in Oberösterreich und die wichtigste Holzart für die leistungsstarke oberösterreichische Holzindustrie. Daher müssen Gegenmaßnahmen gesetzt werden, um die Massenvermehrung des Borkenkäfers einzudämmen. Zudem erfüllen unsere Wälder vielfältige Funktionen und stellen eine wichtige Einkommensquelle für die Waldbesitzer dar. Wir müssen alles tun, um nicht zuletzt aus volkswirtschaftlicher Sicht, die Nadelholzvorräte der oberösterreichischen Wälder weitgehend zu erhalten“, so Hiegelsberger.
Beobachten und Handeln
Dem Landesforstdienst legt heuer ein besonderes Augenmerk auf das Auffinden von befallenen Bäumen sowie die Veranlassung der umgehenden Aufarbeitung und des Abtransportes aus dem Wald. Matthias Lettner, Chef vom Forsttechnischen Dienst der Bezirkshauptmannschaft Perg, appelliert an die Waldbesitzer, ihre Wälder regelmäßig zu kontrollieren. „Falls ein Baum vom Borkenkäfer befallen ist, muss rasch gehandelt werden. Der Baum gehört geschlägert und rasch abtransportiert, damit nicht noch mehr Schaden entstehen kann.“


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