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BAUMGARTENBERG. Seit der Gründung als Ein-Mann-Betrieb im Jahr 1959 entwickelte sich die Firma Grillenberger in den folgenden sechs Jahrzehnten zum erfolgreichen Betrieb, der heute 99 Mitarbeiter zählt. Im Zuge der Jubiläumsfeier im Marktstadl ließ Pionier Ernst Grillenberger am vergangenen Freitag gemeinsam mit Mitarbeitern, Partnern und Wegbegleitern die Erfolgsgeschichte Revue passieren.

Ranghohe Wirtschaftskammer-Vertreter wie Margit Angerlehner, Wolfgang Greil und Christoph Leitl würdigten am Freitag im Zuge der Jubiläumsfeier den Pioniergeist und das erfolgreiche Wirken von Ernst Grillenberger (l.). Foto: mho

Mit einer gehörigen Portion Mut, Geschick und dem Fachwissen, welches er sich in der Lehre bei der Firma Hausböck in Perg aneignete, wagte Ernst Grillenberger Ende der 1950er-Jahre den Schritt in die Selbstständigkeit. „Erster Standort war ein Stadl eines Freundes, meine ganze Ausrüstung hatte in einer einzigen Werkzeugkiste Platz“, erinnert sich Grillenberger an die Anfangszeit zurück. Mit Fleiß, Können und Innovationsgeist schaffte er es bald, den Ruf als „Kesselflicker“ abzulegen. Besonders als es ihm gelang, auf Bauernhöfen der Region für die damalige Zeit neue und außergewöhnliche Zentralheizungen zu installieren. Sechs Jahre nach der Gründung übersiedelte die Firma vom Stadl in ein Gebäude im Zentrum, 1974 dann an den heutigen Standort am Ortsrand.

Von Baumgartenberg bis in die Sowjetunion

Herausforderungen scheute der nunmehrige Kommerzialrat nie: so nahm er als einer der ersten regionalen Unternehmer in den Jahren 1976/77 einen Großauftrag in der ehemaligen Sowjetunion an. „Ein umgebauter LKW von der Molkerei diente uns als Transportfahrzeug. Diesen parkten wir nachts immer an einer Hausmauer, damit niemand etwas stehlen konnte. Das ist uns dadurch auch weitgehend gelungen“, so Grillenberger. Seine Energie steckte der Baumgartenberger in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur in die betriebliche Weiterentwicklung. Ideen wie ein Biomasse-Heizwerk oder die Wiederbelebung der Sturmmühle inklusive der Errichtung des Themenparks Landleben Strudengau wurden bereits erfolgreich umgesetzt, sein jüngstes Projekt im Bereich der Wohnraumschaffung schreitet nach Behördeneinsprüchen derzeit allerdings schleppend voran.

„Frühpension“ rückt näher

„So lange mir der Herrgott die Gesundheit schenkt, werde ich noch eine Weile an der Betriebsübergabe mitwirken, ehe ich mich dann allmählich mit dem Gedanken an die Frühpension beschäftige“, scherzte der 84-Jährige in seiner Dankesrede.


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