Physikunterricht mit einer Brise Humor
PERG. „Wie streichen wir die Klimawende?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des vergangenen „talk mit“-Abends im vollen Saal des Südtstadtwirtes in Perg.

Die Antwort auf diese herausfordernde Frage gab Physiker, Autor und Kabarettist Professor Werner Gruber. In leicht verständlicher Sprache – gewürzt mit viel Humor – aber auch immer mit einem kritischen Auge auf Gesellschaft und Politik hinterfragte Gruber in seinem Vortrag verschiedene Formen von Energie-Gewinnung. Besonders betont Gruber, wie wichtig es ist den öffentlichen Verkehr in Oberösterreich auszubauen. „Wenn wir 5.000 Elektroautos gleichzeitig laden, mit der Schnellladefunktion, braucht man ein Atomkraftwerk.“ Für Wasserstoff sieht es mit der Energiebilanz nicht besser aus. „Wenn wir alles auf Elektroautos umstellen, brauchen wir definitiv mehr Strom“, so sein Fazit.In seinem Vortrag machte Gruber auch über ein wenig bekanntes, aber für die Zukunft enorm wichtiges, internationales Projekt aufmerksam: ITER. Dabei handelt es sich um einen Kernfusionsreaktor. Damit wird durch Fusionsenergie Strom erzeugt. 2025 soll ITER in Betrieb gehen. „5.000 solcher Kernfusionsreaktoren soll es künftig weltweit geben“, so Gruber. Er vermisse aber, dass über dieses wichtige Projekt in Politik und Gesellschaft gesprochen wird. Die Kosten von ITER belaufen sich auf 15 bis 20 Milliarden Euro.


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