"Dringender Handlungsbedarf beim Pflegegeld für Personen mit Demenz"
PERG/WIEN. Die Rieder SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz fordert in einem parlamentarischen Antrag eine höhere Pflegegeldeinstufung für an Demenz erkrankte Personen.

„Ich habe viel mit Pflegekräften in Alten- und Pflegeheimen geredet und immer wieder die Kritik gehört, dass Menschen mit Demenz oft in zu niedrigen Pflegestufen eingestuft werden, die dem Pflegebedarf nicht gerecht werden. Der Pflegebedarf von Menschen mit Demenz ist oft erhöht, etwa aufgrund eines gestörten Tag-Nacht-Rhythmus,“ sagt Schatz. In der gestrigen Nationalratssitzung (17. Juni) hat die Abgeordnete deshalb einen Antrag eingebracht, der darauf abzielt, dass in der Pflegebedarfserhebung der Pflegebedarf durch psychische Erkrankungen und Demenz entsprechend berücksichtigt wird. Auch pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz sind besonders belastet. Das geht aus der Angehörigenstudie des Gesundheitsministeriums hervor. „Niedrige Pflegeeinstufungen machen Entlastungsangebote wie Tages- und Therapiezentren oft schlicht und einfach unleistbar,“ sagt Schatz und verweist darauf, dass sich die Betreuungssituation in der Corona-Krise wegen des Ausfalls von Unterstützung aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis zusätzlich verschärft hat. „Der Handlungsbedarf ist also dringend gegeben“. Der Antrag wird nun im Gesundheitsausschuss behandelt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden