Bezirk Perg verzeichnet wegen Corona derzeit weniger Insolvenzen
PERG. Der Gläubigerschutzverband Creditreform (ÖVC) hat die endgültigen Zahlen der aktuellen Insolvenzentwicklung in Österreich im 1. Halbjahr 2020 erhoben: Insgesamt gab es in Österreich 5.768 Firmen- und Privatinsolvenzen.

Das entspricht einem Rückgang um fast ein Drittel (-31,1 Prozent, verteilt auf 25,8 Prozent weniger Firmen- und 33,6 Prozent weniger Privatinsolvenzen). In Oberösterreich war der Rückgang sogar noch stärker – um 34,2 Prozent von 307 auf 202. Auch im Bezirk Perg war diese Entwicklung spürbar. Im ersten Halbjahr 2020 gab es zehn Unternehmensinsolvenzen, das sind sieben weniger als wie im ersten Halbjahr 2019. Stark gesunken ist auch die Zahl der Privatinsolvenzen. Nämlich von 32 auf 18.
Die Ursache für diese auf den ersten Blick positive Entwicklung sind die Maßnahmen der Bundesregierung zur Stundung von Zahlungen und Verhinderung von Insolvenzen. Der ÖVC befürchtet aber, dass die Insolvenzen dadurch nur verschoben werden. Wenn die Stundungen der GKK und der Finanzämter enden, komme der Zahltag für viele Unternehmen. Bei den Privatinsolvenzen geht der ÖVC davon aus, dass sich Private zuerst um ihre Gesundheit und soziale Sicherheit sorgen und weniger um ihre finanziellen Angelegenheiten. Ohne starken Rückgang der Arbeitslosigkeit drohe ein massiver Anstieg bei den Privatinsolvenzen.


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