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PERG. Für andauernde Diskussionen sorgt das geplante Einkaufszentrum in der Perger Innenstadt. Für WKOÖ-Spartengeschäftsführer Handel, Manfred Zöchbauer, sind für die Bezirksstadt keine weiteren Kaufflächen notwendig.

Auf dem Hochreiter-Areal ist ein neues Einkaufszentrum geplant. (Foto: mai)
Auf dem Hochreiter-Areal ist ein neues Einkaufszentrum geplant. (Foto: mai)

„Ich habe großes Verständnis für die Händler in der Innenstadt. Denn wenn etwas großes Neues in die Stadt zieht, dann kann das für kleinere Händler existenzbedrohend sein. Außerdem ist Perg gut versorgt und es besteht hier keine Notwendigkeit zusätzliche Kaufflächen zu schaffen“, betont Zöchbauer gegenüber Tips. Weiter meint er, dass natürlich auch der Onlinehandel dem regionalen Handel massiv zusetzt. Verkaufsflächen gehen eigentlich in den meisten Branchen, ausgenommen in der Lebensmittelbranche, zurück. Viele Filialen schließen. Anhand der Stadt Ried geht der Spartengeschäftsführer auf die Auswirkungen von zu viel Kauffläche an einem Ort auf die umliegenden Gemeinden ein: „Die bestehenden Perger Händler bekommen neue Mitbewerber, doch die Kaufkraft wird nicht unbedingt mehr, außer vielleicht aus den Nachbarorten. Eine ähnliche Situation haben wir in Ried. Dort gibt es in den anderen Gemeinden praktisch keinen Handel mehr, weil sich alles in Ried abspielt.“ Laut Zöchbauer ist Österreich gerechnet auf Quadratmeter und Einwohnerzahl europaweit bei Verkaufsflächen an der Spitze. „Das heißt im Umkehrschluss, dass für den Konsumenten mehr als ausreichend Kaufflächen vorhanden sind“, betont Zöchbauer.

Neue Raumordnung könnte Projekt erschweren

Widerstand für das Projekt könnte auch die neue Raumordnung darstellen. „Das Land ist gerade dabei die Raumordnung zu ändern. Dadurch soll die Bebauung der grünen Wiese massiv erschwert werden. Denn zuerst sollen in der Innenstadt die Leerflächen gefüllt werden und erst in letzter Konsequenz, wenn keine Leerfläche passend ist und natürlich der Bedarf besteht, Bauten auf der grünen Wiese genehmigt werden. Wenn das Projekt in Perg in die neue Raumordnung fällt, die vermutlich mit 1. Jänner in Kraft treten wird, dann wird die Genehmigung schwerer und das Projekt auch teurer. Teuer deswegen, denn künftig soll weniger in die Breite, sondern mehr in die Tiefe und Höhe gebaut werden. Im Landtag wird die neue Raumordnung wohl demnächst beschlossen. Viele Projekte erleben nun daher einen Wettlauf gegen die Zeit“ so Zöchbauer abschließend.


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