Grüne Luftenberg sind auf der Suche nach Nachwuchs
LUFTENBERG. Wie schwierig es ist, Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen, davon weiß der Obmann der Grünen in Luftenberg, Martin Renoldner, ein Lied zu singen.

2015 zogen die Grünen in den Luftenberger Gemeinderat ein. Von sieben aktiven Gemeinderäten sind fünf übersiedelt oder haben sich aus persönlichen Gründen zurückgezogen. Auf der Suche nach Nachwuchs hat Renoldner in rund fünfzig Einzelgesprächen gehört: Ich bin froh, dass ihr im Gemeinderat gute Arbeit macht, aber ich kann mir das nicht vorstellen. „Wenn ich Leute für einmalige Mithilfe suche, habe ich kein Problem. Aber wichtige Anliegen kontinuierlich zu verfolgen, scheint nicht zum Zeitgeist zu passen“, sagt Renoldner. Alle Vereine und Gruppen haben Nachwuchssorgen. Renoldner kennt das auch vom Heimatverein. Und Corona hat diesen Rückzug ins Private wohl noch verstärkt. Die Luftenberger Grünen starten noch einen letzten Aufruf mit Plakaten und einer Grünen-Gemeindezeitung. „Wer Grüne im Gemeinderat haben will, muss sich (r)einsetzen“, ist das Motto. Und Renoldner hofft, dass es noch ein paar Luftenberger gibt, die sich ein paar Stunden im Jahr (r)einsetzen wollen.


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