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MAUTHAUSEN. Das Projekt für den Neubau einer Donaubrücke bei Mauthausen wurde heute, Freitag, von den Bundesländern Ober- und Niederösterreich zur Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) eingereicht. Die geänderten Gesamtkosten sowie die abgeänderte Trassenführung in Niederösterreich wurden bereits vom NÖ Landtag Sitzung am Donnerstag, 7. Juli, genehmigt. Die prognostizierten Kosten für den Abschnitt „Knoten B3 – Donaubrücke – Knoten Pyburg B123“ sollen sich auf rund 168 Mio. Euro belaufen. 

Gemeinsam wollen OÖ und NÖ am gleichen Strangziehen, UVP-Einreichung für den Neubau der Donaubrücke Mauthausen: LR Schleritzko mit LR Steinkellner. (Foto: Land OÖ/Kauder)

Die Steigerung ist dabei zum Großteil auf die in der Zwischenzeit gestiegenen Baukosten zurückzuführen. Nach Abschluss der UVP soll basierend auf einer neuerlichen Kostenschätzung zwischen den Bundesländern eine konkrete Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen werden, die Kostenteilung ist mit 55 % für Oberösterreich und 45 Prozent für Niederösterreich bereits fixiert.

Der Niederösterreichische Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko dazu: „Mit dem Neubau einer Donaubrücke bei Mauthausen wollen wir eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssituation sowohl für die Wirtschaft als auch die Pendler in der Region erzielen. Neben den Straßenbau-Maßnahmen werden zudem alle Möglichkeiten zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs in der Region geprüft.“

 Weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung

„Der Neubau der Brücke ist dringend notwendig, um das Verkehrsaufkommen in der Region Enns-Donau-Winkel effizient, verkehrssicher und zukunftsbewusst lenken zu können. Einerseits sollen Pendlerinnen und Pendler entlastet, anderseits die regionale Wirtschaft bestmöglich für die Zukunft gerüstet werden. Die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist ein weiterer Meilenstein der auf dem Weg zu Realisierung gesetzt wird“, so Steinkellner. Von den 13 Trassenvarianten hat man sich für den Bau einer neuen Donaubrücke und Vorlandbrücke ca. 700 Meter stromabwärts der bestehenden Brücke als Verbindung zwischen der B 3 (OÖ) und der B 123 (NÖ) mit zwei Fahrstreifen sowie eines Geh- und Radweges entschieden. Auf niederösterreichischem Gebiet führt die Trasse nach Westen zum Knoten Pyburg und mündet in die bestehende Umfahrung ein.

Kein vierspuriger Ausbau der Umfahrung geplant

Nicht vorgesehen ist derzeit ein Ausbau der Umfahrung Pyburg-Windpassing auf vier Fahrstreifen, da sich im Laufe der Vorplanungen herausgestellt hat, dass der vier-spurige Ausbau der Umfahrung Pyburg-Windpassing aufgrund der zu erwartenden Verkehrsmengen nicht erforderlich ist. Dadurch kommt es in diesem Abschnitt zu keinen wesentlichen zusätzlichen Versiegelungen von Bodenflächen und auch der vorhandene Radweg kann neben der Umfahrung Pyburg bestehen bleiben. Damit wird auch den in der letzten Zeit vielfach erhobenen Einwänden der Gemeinde Ennsdorf und der Bürger-Initiative Rechnung getragen. Nach Fertigstellung der neuen Donaubrücke soll für die bestehende Donaubrücke ein neues Tragwerk und eine neue Vorlandbrücke errichtet werden, die zweistreifig mit einem Geh- und Radweg geführt werden soll. Baubeginn soll 2024 sein, für das Tragwerk der bestehenden Brücke dann 2028.

 


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