Wirtschaftsbund will Pendler zum Arbeiten im eigenen Bezirk bekehren
BEZIRK PERG. Die anstehende mehrwöchige Totalsperre der B3 wollen Vertreter des Wirtschaftsbundes im Bezirk zum Anlass nehmen, um Auspendler zum „Dableiben“ in der Region zu bewegen.

Rund 50 Prozent der Erwerbstätigen im Bezirk pendeln aus, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Dabei werden auch in Perg dringend Arbeitskräfte gesucht. Und warum eigentlich? Die Einkommenssituation wurde längst dem Niveau im Zentralraum angeglichen. „Jeder Zweite fährt aus dem Bezirk raus, obwohl wir alles tun, um die Arbeitsplätze bei uns attraktiv zu gestalten. Das passt nicht zusammen, vor allem auch, wenn man bedenkt, dass Pendeln egal in welcher Form das Klima belastet“, so Unternehmer Christoph Merckens aus Schwertberg. „Es geht uns in erster Linie um Bewusstseinsbildung. In unseren Firmen ist der begrenzende Faktor, um erfolgreich zu sein, wie viel Personal wir haben. Wenn wir deswegen weniger Umsatz haben, verlieren wir die Wertschöpfung bei uns in der Region.“
Kampagne mit Plakaten und in Sozialen Medien
Mit Plakaten und in Sozialen Medien soll nun darauf aufmerksam gemacht werden, was es den Arbeitnehmern bringt, wenn sie in ihrer unmittelbaren Umgebung arbeiten. Margit Gusenbauer war viele Jahre Pendlerin und kann ein Lied davon singen: „Mir ist es gar nicht bewusst gewesen, welcher Stress das war und wie viel Zeit ich unbezahlt im Auto gesessen bin“, so die Saxenerin. Seit 2021 arbeitet sie in Perg und genießt die neu gewonnene Lebensqualität. „Wir wollen motivieren, bei uns zu bleiben statt im Stau zu stehen, das wird jetzt mit der Sperre wieder sichtbarer“, sind sich Wirtschaftsbund-Bezirksobmann Wolfgang Wimmer und seine Stellvertreterin Eveline Grabmann sicher.


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