Leader: Neue Förderperiode bietet neue Chancen für Region Perg-Strudengau
BEZIRK PERG. Mit großer Begeisterung und Tatendrang geht die LEADER-Region Perg Strudengau in die vierte Förderperiode. Der erste Aufruf zur Einreichung von Projekten gemäß der Lokalen Entwicklungsstrategie 2023-2027 ist bereits online und läuft noch bis zum 29. August.

Interessierte Projektträger werden ermutigt, vor der Einreichung Kontakt mit dem Leaderbüro aufzunehmen. Die Projekte werden alle über die neue Digitale Förderplattform der AMA (www.ama.at/dfp) eingereicht, abgewickelt und abgerechnet. „Es gibt schon jede Menge Projektideen. Sinnvoll ist es schon, dass die Einreicher mit uns auch Kontakt aufnehmen, wir können sie dann auch noch beraten“, so Leader-Geschäftsführer Manfred Hinterdorfer.
Nachhaltige Entwicklung der Region im Fokus
Große Leuchtturmprojekte sind derzeit noch nicht in Sicht, aber viele kleinere Projekte, die viel Potential haben. „Das ist auch gut so, es sollen ja auch viele und nicht nur einige wenige was vom Fördertopf haben“, ist Leader-Obmann Nikolaus Prinz überzeugt und betont, dass die LEADER-Region Perg Strudengau nicht nur bei LEADER-Projekten, sondern auch in vielen anderen Regionalentwicklungsthemen eine wichtige Anlaufstelle ist. Unter anderem begleitet sie das Leerstandsaktionsprogramm des Landes Oberösterreich in der Teilregion Strudengau Nord und vermittelt Kulturförderungen und Landesförderungen für verschiedene Projekte. Ziel sei immer, eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, nicht nur eine kurzfristige. In den LEADER-Themenkreisen werden regionale Anliegen aufgegriffen, wie beispielsweise die „Verbesserung der IST-Situation für Grundeigentümer und Jäger bei MTB-Wegen im Bezirk Perg“. „Im Spannungsfeld zwischen Bikern, Jägern und Landwirten wird nichts besser, wenn man in keine Umsetzung kommt, man kann aber sicher eine bessere Lösung finden für alle Beteiligten und die Aktivitäten kanalisieren, genau das ist das Ziel der Initiative“, so Prinz.
Region klimafit machenmit Ideen für die Zukunft
Großes Augenmerk wird in dieser Periode auf das Thema Klimaveränderung gelegt. So sollen etwa Kulturbetriebe klimafit gemacht werden und auch Unternehmen Qualifizierungsprogramme wahrnehmen, um dieser Herausforderung gut gerüstet entgegen zu treten. Natürlich wird auch das Thema Digitalisierung eine große Rolle spielen in den nächsten Jahren. Die neue Förderperiode verspricht eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber der vorherigen Periode, wobei zwei Millionen Euro für Projekte in den nächsten fünf Jahren zur Verfügung stehen. Alle Projekte müssen zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie 2023-2027 beitragen, die in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung erarbeitet wurde und auf der Website www.perg-strudengau.at einsehbar ist.
Erste Gusental-Terrasseund Märchen-Projekt
Erste Einreichungen stehen bereits in den Startlöchern, darunter das Projekt „Erste Gusental-Terrasse“ in Katsdorf, das einen Freizeitbereich mit Calisthenics-Geräten, Ruhebereichen und Zugang zum Wasser schaffen soll. In der Burg Kreuzen ist eine Dauerausstellung zum Thema „Die heilende Kraft des Wassers“ geplant, während in Mauthausen ein eindrucksvolles Kunstprojekt mit Märchenmotiven und Menschen aus dem Ort geplant ist. Zu den Reserveprojekten für das OÖ-Restbudget der alten Förderperiode gehören die „Ö3 Wetterstation am Dach des Strudengaus“ und die „Entwicklung des ersten Wanderdorfs Oberösterreichs“ in der Teilregion Bad Kreuzen und Umgebung. Außerdem wurde ein mühlviertelweites Kooperationsprojekt zum Thema „Familien im Wandel“ für den Bereich Soziales eingereicht, das die Verknüpfung der vielen Betreuungsangebote in Oberösterreich zum Ziel hat.


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