SPÖ-Frauen fordern Frauenhaus im Unteren Mühlviertel
PERG. In Österreich ist jede dritte Frau von Gewalt betroffen. Die SPÖ-Frauen fordern von der Bundesregierung eine Gesamtstrategie für Gewaltschutz, die sofortige Umsetzung der Gewaltschutzambulanzen und ein Frauenhaus im Unteren Mühlviertel.

„26 Femizide, mehr als 40 Mordversuche und Fälle schwerer Gewalt, das ist die dramatische Bilanz in diesem Jahr bisher,“ zeigt die Vorsitzende der SPÖ Frauen Perg, Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz, auf.
„Alle bisher gesetzten Maßnahmen, alle bisher eingesetzten Mittel reichen offensichtlich nicht aus, diesen schrecklichen Trend umzukehren. Alleine im Bezirk Perg wurden im Jahr 2022 68 Annäherungs- und Betretungsverbote ausgesprochen.“
Schatz fordert einmal mehr die rasche Errichtung eines eigenen Frauenhauses im Unteren Mühlviertel.
Nationaler Aktionsplan zu Gewaltschutz gefordert.
Der Rechnungshofbericht zu Gewalt an Frauen verweist auf die fehlenden rechtlichen und finanziellen Mittel für eine langfristige Strategie in der Maßnahmensetzung zum Schutz von Frauen vor Gewalt.
Dringend notwendig ist ein Nationaler Aktionsplan zum Schutz von Frauen und die Zusammenarbeit aller am Gewaltschutz beteiligten Organisationen, um Femizide zu verhindern, so die SPÖ-Frauen.
Außerdem wird eine sofortige Umsetzung der Gewaltschutzambulanz gefordert. Kommt ein Fall der Gewalt gegen Frauen vor Gericht, scheitert eine Verurteilung oft an dem Mangel an Beweismitteln.
Der Schutz der Betroffenen, schnellere Verfahren und die Gewährleistung von den Rechten der Betroffenen ist notwendig.
Daher sind eine effektive und tatzeitnahe Sicherung von Spuren und die Dokumentation von Verletzungen nach Gewalttaten wichtig, was mit einer Gewaltschutzambulanz gewährleistet wäre.


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