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Nach Attacke auf Kamele: ÖVP OÖ fordert Maulkorb- und Leinenpflicht für Kampfhunde

Online Redaktion, 27.12.2023 14:02

OÖ/MAUTHAUSEN. Nachdem ein Hund am Abend des 23. Dezember in Mauthausen vier Zirkuskamele und deren Besitzer leicht verletzt hatte, erneuert die ÖVP Oberösterreich ihre Forderung nach einer Maulkorb- und Leinenpflicht für Kampfhunde.

Geht es nach der ÖVP OÖ, sollen Listenhunde (im Bild ein American Pitbull Terrier) an öffentlichen Orten künftig verpflichtend einen Maulkorb tragen und an der Leine geführt werden. (Foto: Lunja/stock.adobe.com)

Nach der tödlichen Beißattacke in Naarn am 2. Oktober, bei der ein American Staffordshire Terrier einen Joggerin getötet hatte, macht nun ein weiterer Hundebiss im Bezirk Perg Schlagzeilen. Am 23. Dezember hatte ein bislang unbekannter Mann seinen Hund in der Nähe eines Weihnachtszirkus' in Mauthausen frei laufen lassen. Der Hund attackierte daraufhin vier Kamele und verletzte sie leicht am Bein. Beim Versuch, den Hund zu verscheuchen, wurde auch der 23-jährige Besitzer der Kamele leicht am Schienbein verletzt. Der Hundehalter machte sich mit seinem Tier aus dem Staub.

„Wirksamster Schutz vor Bissattacken“

Nachdem es sich laut Zirkusdirektor um einen Kampfhund gehandelt haben soll, erneuert die ÖVP Oberösterreich ihre Forderung nach einer Maulkorb- und Leinenpflicht für Kampfhunde an öffentlichen Orten.“ Der Angriff zeigt einmal mehr, dass der Schutz vor Kampfhunden verbessert werden muss. Der wirksamste Schutz vor Bissattacken ist und bleibt ein Maulkorb für Kampfhunde“, erklärt OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger.

Rasche Lösung gefordert

Im Jänner werden die Beratungen im Unterausschuss des Landes zur Novellierung des oberösterreichischen Hundehaltergesetzes fortgesetzt. Wichtig ist für Hiegelsberger, dass nach dem Vorbild anderer Bundesländer für die gefährlichsten Hunderassen besondere Schutzmaßnahmen kommen. „Als OÖVP erwarten wir uns, dass jetzt rasch eine effektive Regelung zum Schutz vor Kampfhunden auf den Weg gebracht wird. Es liegen genug Vorschläge auf den Tisch. Wir appellieren daher an Landesrat Lindner, im Anschluss an die anstehenden Beratungen rasch einen Gesetzesvorschlag vorzulegen. Jede Woche die verstreicht, könnte es zu weiteren gefährlichen Zwischenfällen kommen“, appelliert Hiegelsberger.

 


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