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SPÖ-Kritik an Poly-Stilllegung: „Regionalität bei Bildung muss erhalten bleiben“

Michaela Primessnig, 15.05.2024 14:44

ST. GEORGEN/GUSEN. Die Nachricht über die Stilllegung der Polytechnischen Schule St. Georgen an der Gusen hat in der Gemeinde die Wogen hochgehen lassen. Die SPÖ-Fraktion will nun gegen die Schließung mobil machen.

SPÖ macht gegen Schließung des olys mobil. (Foto: SPÖ)
SPÖ macht gegen Schließung des olys mobil. (Foto: SPÖ)

„Wir sehen die Stilllegung mit großer Sorge. Sie hat weitreichende Auswirkungen auf junge Menschen und Familien in unserer Gemeinde, aber auch für die Gesellschaft“, so SPÖ-Vizebürgermeisterin Michaela Traxler in einer Aussendung.Sie und ihre Fraktion befürchten den Verlust von Bildungschancen vor Ort: Die Polytechnische Schule biete die Chance, in Lehrberufe hineinzuschnuppern. Und Lehrlinge seien die Fachkräfte von morgen. Auch dass Schüler künftig längere Schulwege in Kauf nehmen müssen, kritisiert die rote Fraktion. „Schulen sind mehr als nur Orte des Lernens – sie sind auch ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens einer Gemeinde“, sind sich die Vertreter der SPÖ St. Georgen an der Gusen sicher.

Auch Michaela Breuer, eine 43-jährige Mutter, meldet sich zu Wort: „Wir wurden bei der Anmeldung zwar darauf hingewiesen, dass es noch an Pädagogen mangelt, jedoch sollten wir rechtzeitig informiert werden. Jetzt mussten wir uns aber extrem kurzfristig zwischen Pregarten und Perg entscheiden. Als Mutter ist es mir wichtig, einen guten Start in das Berufsleben meiner Tochter zu planen, was jedoch jetzt sehr schwierig ist und uns verunsichert.“ Ihre Tochter Stefanie (15) möchte auf jeden Fall lieber ins Poly St. Georgen: „Diese Schule hat einen sehr guten Ruf und ich möchte mir noch mehrere Berufe samt betrieblicher Praxis ansehen, bevor ich mich entscheide.“

Bürgermeister Andreas Derntl (VP): „An Lösungen arbeiten“

Genau daran hat es aber schließlich gehapert, weil man für eine Klasse nicht mehr mehrere Fachbereiche hätte anbieten können – Tips berichtete. „Alle Fraktionen wissen seit Herbst, wie ernst die Situation war. Wir haben versucht, an Lösungen zu arbeiten und das tun wir auch weiterhin, damit es wieder eine Öffnung gibt. Ich lade alle an, sich daran zu beteiligen“, so Bürgermeister Andreas Derntl (ÖVP), der es nicht zielführend findet, hier politisches Kleingeld zu wechseln. „Wir sind Schulerhalter und setzen uns für den Standort ein, aber wir entscheiden nicht alleine, ob es möglich ist, eine Schule zu führen.“

Aktuell hat die SPÖ eine schriftliche Anfrage im Landtag an Landesbildungsrätin Christine Haberlander eingebracht. Ein Gegensteuern sei längst überfällig, heißt es in der Aussendung der SPÖ kämpferisch.


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