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MITTERKIRCHEN/WALLSEE. Die Revitalisierung beim Donaukraftwerk Wallsee-Mitterkirchen erreicht einen weiteren Meilenstein: die Turbine Nr. 3 hat ein neues Laufrad. In Millimeterarbeit wurde das 95 Tonnen schwere Laufrad wieder an seinem angestammten Platz eingebaut.

Einheben des Laufrads im Donaukraftwerk Wallsee-Mitterkirchen (Foto: Verbund/Johannes Wiedl)
  1 / 7   Einheben des Laufrads im Donaukraftwerk Wallsee-Mitterkirchen (Foto: Verbund/Johannes Wiedl)

Nach knapp 60 Dienstjahren erhält das Donaukraftwerk Wallsee-Mitterkirchen neue Maschinen. Das erste von sechs neuen Kaplan-Laufrädern wurde am 11. Februar erfolgreich eingehoben. Dank umfassenden Vorbereitungsarbeiten und gekonntem Zusammenspiel von Verbund-Schiffsmannschaft, Kraftwerksbetrieb und Fachabteilungen wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. In Millimeterarbeit wurde das 95 Tonnen schwere Laufrad wieder an seinem angestammten Platz eingebaut.

7,8 Meter Durchmesser 

Imposante 7,8 Meter beträgt der Durchmesser des neuen Kaplan-Laufrades. Form und Material sind am allerletzten Stand der Technik. Mit 65,2 Umdrehungen pro Minute erzeugt das Laufrad alleine Strom für durchschnittlich 65.000 Haushalte im Jahr. Das Gesamtgewicht von 95 Tonnen erfordert beim Verladen und vor allem beim Einheben enorme Konzentration und Genauigkeit von der Mannschaft. Der Abstand zum Laufrad-Mantel beträgt nur 3,9 Millimeter. 

Äußerst zufrieden zeigte sich Verbund-Projektleiter Stephan Benda: „Hier ziehen buchstäblich alle an einem Strang. Vom Lieferanten über das Montage-Team, unseren Donau-Schiffern bis zur Kraftwerksmannschaft sind alle mit Feuereifer dabei, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das neue Laufrad ist nicht nur ein technisches Highlight, sondern auch optisch ein Hingucker.“ 

Projekt Revitalisierung Wallsee-Mitterkirchen

Durch das geplante Modernisierungspaket erfährt das in den Jahren zwischen1965 bis 1968 errichtete Donaukraftwerk eine Erhöhung der Engpassleistung um rund zehn MW auf insgesamt 220 MW, sowie eine Steigerung der durchschnittlichen Erzeugung um rund 54 Millionen Kilowattstunden auf nahezu 1,4 Milliarden Kilowattstunden. Damit werden zukünftig alleine aus dem Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen mehr als 390.000 Haushalte mit heimischem erneuerbaren Strom versorgt. Bis 2030 sind dafür Investitionskosten von rund 62,5 Mio. Euro vorgesehen.

Innovationsstandort Wallsee-Mitterkirchen

Am Standort Wallsee-Mitterkirchen vereinigen sich mehrere innovative Energieprojekte, die allesamt Teil der Energietransformation sind. Zum größten Batteriespeicher an der Donau, der BlueBattery mit 10 Megawatt Leistung, gesellt sich seit 2022 eine 1,7 MW Photovoltaik-Anlage. Auf der Fläche von rund 3 ha erzeugt die Anlage im Jahr so viel Strom, wie etwa 600 Haushalte verbrauchen. Auch das Betriebsgebäude selbst ist mit einer effizienten Fassaden-PV ausgestattet, die hauseigene E-Auto-Ladestation verfügt über eine besonders innovative PV-Anlage.


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