Hauptauftrag für die Donaubrücke Mauthausen ist vergeben
MAUTHAUSEN. Mit der gemeinsamen Vergabe des letzten großen Bauauftrags für den Tragwerkstausch der bestehenden Donaubrücke Mauthausen leiten die Länder Oberösterreich und Niederösterreich den nächsten großen Umsetzungsschritt ein.

Die Arbeiten übernimmt die ARGE DBM, an der HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft und PORR Bau GmbH beteiligt sind. Der Baustart wird bereits vorbereitet, die ersten Arbeiten beginnen im Herbst 2026.
Die Donaubrücke Mauthausen ist eine zentrale Verkehrsverbindung für die gesamte Region. Mit der Vergabe des Hauptloses wurde ein entscheidender organisatorischer Schritt gesetzt, um die technische Erneuerung der Bestandsbrücke weiter vorzubereiten und den geplanten Tragwerkstausch im Sommer 2028 umzusetzen.
Sperre „auf ein Mindestmaß“ reduzieren
Niederösterreichs Verkehrslandesrat und Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) betont, dass mit der Vergabe des Hauptauftrags die nächste Umsetzungsphase des Infrastrukturprojekts beginne. Das neue Tragwerk werde parallel zum laufenden Verkehr errichtet, anschließend zur Brücke geschwommen und eingehängt. Dadurch könne die notwendige Sperre „auf ein Mindestmaß“ reduziert werden.
Oberösterreichs Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) erklärt, dass mit der Vergabe die Umsetzung des Projekts weiter voranschreite. Die Donaubrücke Mauthausen sei für tausende Pendler und zahlreiche Betriebe unverzichtbar. Deshalb werde der Tragwerkstausch sorgfältig vorbereitet.
Länderübergreifende Zusammenarbeit
Die Vergabe erfolgte gemeinsam durch die Länder Oberösterreich und Niederösterreich. Damit wird die länderübergreifende Zusammenarbeit fortgesetzt, die für das Gesamtprojekt von der Planung über die behördlichen Verfahren bis zur Umsetzung wesentlich ist. Die Kosten für den Tragwerkstausch tragen beide Länder gemeinsam.
Umfangreiches Baupaket
Der Auftrag an die ARGE DBM umfasst jene Vorbereitungs- und Bauleistungen, die für den späteren Tragwerkstausch erforderlich sind.
Dazu zählen unter anderem die Vormontage und Vorfertigung der neuen Strombrücke im Ennshafen mit zwei jeweils rund 200 Meter langen Stahltragwerken, die Errichtung der Vorlandbrücke in Seitenlage als Grundlage für die spätere Umlegung sowie die Errichtung der Gewässerschutzanlagen in Oberösterreich und Niederösterreich. Zudem finden der Bau der Radwegunterführung in Oberösterreich sowie weitere vorbereitende Maßnahmen statt.
Stahltragwerke im Ennshafen gefertigt
Die neuen Stahltragwerke werden im Ennshafen gefertigt. Dadurch können wesentliche Bauteile außerhalb des laufenden Verkehrs hergestellt werden. Der spätere Tragwerkstausch umfasst das Ausschwimmen und den Abtrag des bestehenden Tragwerks sowie das Einschwimmen und die Fertigstellung des neuen Tragwerks.
Vorbereitungen laufen
Der Start der Arbeiten wird derzeit vorbereitet. Ab Herbst 2026 beginnen die ersten baulichen Maßnahmen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und ist eng mit den technischen Vorbereitungen, den Genehmigungen sowie den Abstimmungen mit den betroffenen Infrastrukturbetreibern verknüpft.
Parallel dazu werden gemeinsam mit den ÖBB die bestehenden Brückenpfeiler verstärkt. Diese Arbeiten sind eine wesentliche Voraussetzung für den sicheren Tragwerkstausch. Sie verdeutlichen die Komplexität des Gesamtprojekts, bei dem Straßen- und Bahninfrastruktur, Donauquerung, Baustellenlogistik und Verkehr eng aufeinander abgestimmt werden müssen.
Dreimonatige Sperre im Sommer 2028
Für den Tragwerkstausch ist eine rund dreimonatige Sperre der Straßenbrücke vorgesehen. Nach derzeitigem Stand dauert diese von 20. Mai 2028 bis 19. August 2028.
Während dieser Zeit erfolgen das Ausschwimmen und der Abtrag des bestehenden Tragwerks sowie das Einschwimmen und die Fertigstellung des neuen Tragwerks.
Für die Sperrphase wurde ein Maßnahmen- und Verkehrskonzept mit regionaler Beteiligung entwickelt. Ziel ist es, den Verkehr möglichst geordnet zu führen und Pendler, Betriebe, Gemeinden, Einsatzorganisationen sowie die Bevölkerung frühzeitig zu informieren.
Weitere Schritte
Nach der Vergabe des Hauptauftrags stehen in den kommenden Monaten die Detailabstimmung mit der ARGE DBM, die Vorbereitung der Baustelleneinrichtung, die technische Konkretisierung sowie die laufende Koordination mit den ÖBB im Mittelpunkt.


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