Engel erwartet zehn Prozent Umsatzplus
SCHWERTBERG. Die Engel-Gruppe mit Sitz in Schwertberg rechnet für das Geschäftsjahr 2026/27 mit einem Umsatz von rund 1,55 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine breite Erholung des Spritzgießmaschinenmarktes sei damit allerdings noch nicht verbunden.

Vor allem in Nordamerika entwickelt sich das Geschäft positiv. In den USA sorgen nachgeholte Investitionen, die Rückverlagerung von Produktionsstätten und der Ausbau von Rechenzentren für neue Projekte. Auch in Indien zieht die Nachfrage wieder kräftig an. In Europa werden aus Anfragen zunehmend erste Aufträge. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen investieren in den Ersatz älterer Maschinen und in neue Produktionskonzepte.
Noch keine Trendumkehr
„Wir sehen einen Aufschwung, aber keine Trendumkehr“, sagt Stefan Engleder, CEO der Engel-Gruppe. Die strukturellen Veränderungen in der Branche würden weiterhin bestehen. Das Unternehmen setze deshalb auf technische Innovationen und Lösungen, mit denen Kunden ihre Produktion wirtschaftlicher gestalten können.
Energieeffizienz gefragt
Zu den stabilen Bereichen zählt laut Engel die Medizintechnik. Im Verpackungsbereich steigt die Nachfrage nach energieeffizienten, vollelektrischen Maschinen. Gleichzeitig sorgen Änderungen bei den gesetzlichen Vorgaben für Unsicherheit. Auch die Automobilindustrie bleibt in Europa hinter anderen Bereichen zurück. Finanzielle Schwierigkeiten bei Zulieferern und Sparprogramme der Fahrzeughersteller bremsen Investitionen.
Wie sich Effizienzsteigerungen umsetzen lassen, zeigt Engel unter anderem mit der neuen vollelektrischen Spritzgießmaschine e-motion 380. Sie verbraucht laut Unternehmen rund 30 Prozent weniger Energie als vergleichbare hybride oder hydraulische Lösungen.
Internationale Ausrichtung
Neben Nordamerika und Indien sieht Engel auch in Bereichen wie Elektronik, Halbleitern und humanoider Robotik Chancen. In China bleibt die Lage hingegen herausfordernd. Vor allem die schwächere Nachfrage im Automobilbereich, Überkapazitäten und ein intensiver Preiskampf belasten dort die Investitionsbereitschaft.
Neuer Fertigungsstandort
Das Unternehmen baut zudem seine internationale Präsenz weiter aus. Ein neuer Fertigungsstandort im serbischen Kikinda soll die europäische Wertschöpfung stärken. Weltweit sind nach Unternehmensangaben mehr als 125.000 Engel-Maschinen installiert. Service, Modernisierung und Nachrüstung sollen dazu beitragen, diese Anlagen langfristig produktiv zu halten.








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