Die Geschichte Pettenbachs aus der Sicht von sieben Frauen
PETTENBACH. Viele Jahrhunderte schon schreiben Männer die Geschichte. Ein neues EU-gefördertes Leader Projekt beschäftigt sich mit dem weiblichen Blickwinkel. Die Geschichte Pettenbachs wird aus der Sicht von Frauen erzählt.

Das Wirken von sieben Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten und aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten war entscheidend und nachhaltig für die Ortsentwicklung Pettenbachs. Barbara von Wallsee war die Tochter des damaligen Landeshauptmannes und Besitzerin der Seisenburg aus dem 16. Jahrhundert. Käthe Klotz war die erste Kulturmanagerin nach dem 2. Weltkrieg. Die berühmte Ärztin Alice von Platen-Hallermund arbeitete über zwei Jahre als Gemeindeärztin. Schwester Oberin Antonia wird stellvertretend für die segensreich wirkenden Nonnen im Pettenbacher Klösterl geehrt. Der wunderbare Garten der Wiener Lehrerin und Botanikerin Berta Seeland besteht noch heute im Ortszentrum. Die Pfarrhaushälterin „die große Fanni“ leitete den Haus- und Pfarrhofgarten 60 Jahre lang. Stellvertretend für die vergessenen Frauen auf Höfen und in Betrieben wird die Hofwirts Marie geehrt, deren richtiger Name unbekannt ist.
Blumenvasen vor historischen Gebäuden
Jede dieser Frauen hatte auch einen Bezug zu einem der sieben historischen Gebäude, vor jedem steht nun je eine große bepflanzte Blumenvase. Vier Gärten im Ortszentrum, die Jahrhunderte in Frauenhand waren, sind ebenfalls ein Thema des Projektes.
Eröffnungsfest
Das Leader Projekt wird bei einem Eröffnungsfest am Samstag, 29. April, um 17 Uhr beim Schlössl in Pettenbach (Schlösslplatz 1) vorgestellt. Die begleitende 20-seitige Broschüre überreicht Bürgermeister Leo Bimminger (ÖVP) im Anschluss. Im Rahmen einer geführten Wanderung begeben sich die Interessierten auf eine Reise in vergangene Zeiten.


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